Devisen: Euro fĂ€llt erstmals seit ĂŒber einem Jahr unter 1,05 US-Dollar
14.11.2024 - 16:32:34 | dpa.deKurzzeitig sank der Kurs der GemeinschaftswÀhrung bis auf 1,0497 Dollar. Am spÀten Nachmittag erholte sich der Euro jedoch und legte auf 1,0569 Dollar zu. Er machte so seine Tagesverluste vollstÀndig wett. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0533 (Mittwoch: 1,0629) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9493 (0,9408) Euro.
Die NervositĂ€t am Devisenmarkt bleibt hoch. Der Dollar hat zuletzt durch den Wahlsieg von Donald Trump bei den US-PrĂ€sidentschaftswahlen am 5. November erheblich Aufwind bekommen. Dieser hatte im Wahlkampf Steuersenkungen sowie höhere Einfuhrzölle versprochen, was den Inflationsdruck erhöhen und die US-Notenbank bei kĂŒnftigen Zinssenkungen vorsichtiger agieren lassen dĂŒrfte.
Die am Nachmittag veröffentlichten Zahlen zu den US-Erzeugerpreisen stĂŒtzen den Dollar nicht. Die Jahresrate stieg im September von 1,9 Prozent im Vormonat auf 2,4 Prozent. Volkswirte hatten lediglich mit 2,3 Prozent gerechnet. Gleichzeitig ging die Zahl der ErstantrĂ€gen auf Arbeitslosenhilfe weiter zurĂŒck. Die Daten sprechen eher fĂŒr ein vorsichtiges Vorgehen der Fed bei weiteren Zinssenkungen.
An den MĂ€rkten wird aber weiterhin damit gerechnet, dass die US-Notenbank im Dezember erneut die Zinsen senken wird. Unklar ist jedoch, wie sie im kommenden Jahr weiter vorgeht. Es wird erwartet, dass Trump Druck ausĂŒben wird und die Notenbank zu stĂ€rkeren Zinssenkungen drĂ€ngen wird, auch falls die Inflation wieder steigen sollte.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,83158 (0,83413) britische Pfund, 164,24 (164,71) japanische Yen und 0,9369 (0,9379) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 2.566 Dollar. Das waren sechs Dollar weniger als am Vortag.
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