Devisen: Eurokurs im US-Handel von Unsicherheiten rund um Iran-Krieg belastet
13.05.2026 - 21:08:21 | dpa.deZuletzt kostete die GemeinschaftswĂ€hrung 1,1708 Dollar. Im frĂŒhen europĂ€ischen GeschĂ€ft hatte sie noch etwas höher notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1715 (Dienstag: 1,1738) Dollar fest.
"Der Euro kann angesichts der erhöhten Verunsicherung im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt keine Dynamik nach oben mehr entwickeln", kommentierten Analysten der Landesbank Hessen-ThĂŒringen (Helaba). Nach wie vor gibt es keine Fortschritte bei den BemĂŒhungen um ein Ende des Iran-Kriegs. Die fĂŒr den Welthandel wichtige StraĂe von Hormus bleibt weiter faktisch geschlossen.
Die Aussicht auf eine höhere Inflation und die damit verbundene Spekulation auf eine Zinserhöhung haben dem Euro zuletzt keinen Auftrieb gegeben. BundesbankprÀsident Joachim Nagel warnte vor einer steigenden Inflation und stellte eine schnelle Zinserhöhung durch die EZB auf der nÀchsten Zinssitzung im Juni in Aussicht. "Wir können die hohen Energiepreise nicht ausblenden", sagte Nagel dem "Handelsblatt". "Zinserhöhungen werden immer wahrscheinlicher, wenn sich das Inflationsbild nicht grundsÀtzlich Àndert."
Auch in den USA wachsen die Inflationsgefahren. So sind die Erzeugerpreise im April deutlich stĂ€rker gestiegen als von Volkswirten erwarten. Die Erzeugerpreise beeinflussen tendenziell die Verbraucherpreise, an denen die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Die Wahrscheinlichkeit fĂŒr eine Leitzinssenkung in den Vereinigten Staaten sinkt angesichts der Folgen des Energiepreisanstiegs.
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