WĂ€hrung, Frankreich

Devisen: Euro fÀllt zum US-Dollar - Inflation sinkt in Frankreich und Spanien

27.09.2024 - 11:10:19

Der Kurs des Euro EU0009652759 ist nach Inflationsdaten aus wichtigen Eurozonen-LĂ€ndern unter Druck geraten.

Die GemeinschaftswÀhrung notierte am Freitagvormittag bei 1,1139 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent unter dem Niveau von Donnerstagabend. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1155 Dollar festgesetzt.

In Frankreich und Spanien hat die Teuerung im September im Jahresvergleich stĂ€rker nachgegeben als von Analysten erwartet. So stiegen die nach europĂ€ischen Standards erhobenen Verbraucherpreise in Frankreich um lediglich 1,5 und in Spanien um 1,7 Prozent. In beiden LĂ€ndern drĂŒckten vor allem die gesunkenen Energiepreise die Inflation nach unten.

Die EuropĂ€ische Zentralbank strebt auf mittlere Sicht eine Teuerung von 2 Prozent im Euroraum an. Insofern setzten die Anleger nun darauf, dass die EuropĂ€ische Zentralbank das Tempo der Zinssenkungen beschleunigen wird. Bereits im Oktober könnte damit der am Finanzmarkt richtungsweisende Einlagenzins, den Banken fĂŒr bei der EZB geparkte Gelder erhalten, erneut um 0,25 Prozentpunkte sinken. Dies lĂ€sst sich aus speziellen Terminkontrakten am Geldmarkt ablesen.

Indes machte der Yen anfĂ€ngliche Verluste wett und legte gegenĂŒber allen anderen wichtigen WĂ€hrungen deutlich zu. FĂŒr die Kehrtwende sorgte die Nachricht, dass Japans Regierungspartei LDP den frĂŒheren Verteidigungsminister Shigeru Ishiba zum neuen Parteivorsitzenden und damit de facto auch zum Regierungschef des Landes gewĂ€hlt hatte. Ishiba gilt als BefĂŒrworter der recht straffen Geldpolitik der Notenbank. Zuvor hatte die Erwartung den Yen belastet, dass die national-konservative Ministerin fĂŒr wirtschaftliche Sicherheit, Sanae Takaichi, das Rennen macht. Sie plĂ€diert fĂŒr eine eher lockere Geldpolitik.

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