Handelskonflikte belasten Luxuskonzern LVMH - Gewinn sinkt
27.01.2026 - 18:35:59Grund war ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld. So sank vor allem in Europa die Nachfrage im zweiten Halbjahr, wie das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss in Paris mitteilte. Dazu belasteten die Handelskonflikte die Konsumlaune vor allem im Wein- und SpirituosengeschĂ€ft in KernmĂ€rkten wie China und den USA. Speziell Cognac lieĂen Verbraucher in den Regalen stehen.
Der Umsatz sank 2025 um fĂŒnf Prozent auf knapp 81 Milliarden Euro. Dabei spielte auch der starke Euro eine Rolle. Organisch - bereinigt um Wechselkurs- sowie Portfolioeffekte, sanken die Erlöse um ein Prozent. Im vierten Quartal kam LVMH hier auf ein leichtes Plus von ebenfalls einem Prozent. AuĂer im Wein- und SpirituosengeschĂ€ft sank der Umsatz 2025 auch im Mode- und LedergeschĂ€ft.
Das bereinigte operative Ergebnis des Konzerns sank sogar um neun Prozent auf rund 17,8 Milliarden Euro, sowohl im Spirituosen- als auch im Mode- und LedergeschĂ€ft verzeichnete LVMH prozentual zweistellige ErgebnisrĂŒckgĂ€nge. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 10,9 Milliarden Euro, ein Minus von 13 Prozent. Die Anteilseigner sollen eine Dividende von insgesamt 13 Euro je Aktie erhalten, dabei wurde bereits eine Zwischendividende von 5,50 Euro je Aktie gezahlt.
FĂŒr das neue Jahr zeigte sich die LVMH-Spitze "zuversichtlich". Einen konkreten Ausblick gab das Unternehmen nicht.
Die Aktie gewann nachbörslich zunÀchst, drehte dann aber ins Minus und notierte auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt 1,2 Prozent tiefer.

