Ergebnisse, Produktion/Absatz

Siemens Healthineers erhöht Gewinn - Bildgebung enttÀuscht

07.05.2024 - 11:28:23

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers DE000SHL1006 hat seine Ergebnisse im zweiten GeschÀftsquartal verbessert.

Dabei trug das Restrukturierungsprogramm im DiagnostikgeschĂ€ft FrĂŒchte, wie das Unternehmen am Dienstag in Erlangen mitteilte. Zudem profitierte Siemens Healthineers von steigenden ErgebnisbeitrĂ€gen bei dem Krebsspezialisten Varian. Allerdings lief das GeschĂ€ft mit der Bildgebung, das den Löwenanteil zum Ergebnis beitrĂ€gt, schlechter als erwartet. Die Jahresprognose bekrĂ€ftigte die Siemens-Tochter.

Der Medizintechnikkonzern habe leicht enttĂ€uscht, notierte Analyst David Adlington von der US-Bank JPMorgan in einer ersten Reaktion. Dies sieht auch Julien Dormois vom Analyshaus Jefferies so, der seinen Fokus auf die Bildgebung legt, die deutlich unter den Erwartungen abgeschnitten habe. Um die Jahresprognose erreichen zu können, mĂŒsse sich die Entwicklung in der zweiten GeschĂ€ftsjahreshĂ€lfte verbessern. Die im Dax notierte Aktie rutschte zuletzt um mehr als vier Prozent ab und bildete damit das Schlusslicht im Index.

Im zweiten GeschĂ€ftsquartal (per Ende MĂ€rz) stieg der Umsatz um 1,7 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. WĂ€hrungs- und portfoliobereinigt lag das vergleichbare Wachstum bei drei Prozent. WĂ€hrend die Labordiagnostik wieder auf den Wachstumspfad zurĂŒckkehrte, sanken die Erlöse bei Varian. Vor allem das China-GeschĂ€ft zeigte sich schwĂ€cher. Auch die Bildgebung verzeichnete eine schwĂ€chere Entwicklung in China, nachdem sich Auftragsvergaben in den vergangenen Quartalen wegen der dort laufenden Antikorruptionsmaßnahmen verzögert hatten.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) des Konzerns erhöhte sich um acht Prozent auf 822 Millionen Euro. Die Labordiagnostik konnte dabei dank der mit dem Programm verbundenen Sparmaßnahmen schwarze Zahlen schreiben, nach Verlusten im Vorjahresquartal. In der Bildgebung ging das Ergebnis jedoch deutlich zurĂŒck und verfehlte auch hier die Marktprognosen.

Nach Steuern verdiente Siemens Healthineers mit 431 Millionen Euro ein Vielfaches nach den 108 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Allerdings hatten Abschreibungen auf das Robotik-GeschÀft das Vorjahresquartal belastet.

Die Prognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2023/24 bekrĂ€ftigte Siemens Healthineers und geht weiter von einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 4,5 bis 6,5 Prozent aus. Dagegen erwartet das Unternehmen weiterhin ein etwas schwĂ€cheres Wachstum in den 2022/23 stark gelaufenen GeschĂ€ften mit der Bildgebung sowie bei dem Krebsspezialisten Varian. Die Erwartungen fĂŒr die Sparten wurden ebenfalls bekrĂ€ftigt, bei der Labordiagnostik zeigte sich Siemens Healthineers jedoch etwas optimistischer als zuvor.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie des Konzerns sieht das Management bei 2,10 bis 2,30 Euro. Dabei klammert Healthineers kĂŒnftig auch Restrukturierungskosten wie jene in der Labordiagnostik aus. Das China-GeschĂ€ft soll sich ab der zweiten GeschĂ€ftsjahreshĂ€lfte verbessern.

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