Lukoil plant Verkauf an US-Firma Carlyle
29.01.2026 - 12:31:24Es sei ein Vertrag geschlossen worden, der aber von der Zustimmung der US-Finanzbehörde abhÀngig sei, teilte Lukoil in Moskau mit. Gleichzeitig werde mit anderen möglichen KÀufern verhandelt. Von Carlyle gab es bislang keine Stellungnahme.
Verkauf in die Schweiz scheiterte
Die Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump hatte im vergangenen Oktober Sanktionen gegen die groĂen russischen Ălkonzerne Rosneft und Lukoil verhĂ€ngt, um Moskau zu einem Ende des Ukraine-Kriegs zu drĂ€ngen. Danach scheiterte ein Versuch von Lukoil, seine auslĂ€ndischen Vermögenswerte an den Schweizer RohstoffhĂ€ndler Gunvor zu verkaufen. Das US-Finanzministerium legte sein Veto ein, weil ein GrĂŒnder von Gunvor der russische GeschĂ€ftsmann Gennadi Timtschenko war, ein Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin. Timtschenko hat sich allerdings schon 2014 aus der Firma zurĂŒckgezogen.
"Wir sehen die Sanktionen als illegal und unannehmbar, das ist unsere grundlegende Position", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Die Vereinbarungen zwischen Lukoil und Carlyle könne der Kreml nicht kommentieren, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. "FĂŒr uns ist am wichtigsten, dass die Interessen des russischen Unternehmens gewahrt sind und beachtet werden."
Lukoil in vielen LĂ€ndern aktiv
Der neue potenzielle KĂ€ufer The Carlyle Group mit Sitz in Washington ist eine der gröĂten Investmentfirmen der Welt und verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte von 474 Milliarden US-Dollar. Die AuslandsgeschĂ€fte von Lukoil umfassen Hunderte Tankstellen in etwa 20 LĂ€ndern, auch in der EU, und mehrere Raffinerien. Dazu ist die russische Firma an Förderprojekten in den ehemaligen Sowjetrepubliken Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan, aber auch in anderen Staaten beteiligt. Das GeschĂ€ft in Kasachstan soll Lukoil zufolge von dem Verkauf an Carlyle ausgenommen werden.

