H&M steigert Gewinn stÀrker als erwartet - Aktie zieht krÀftig an
25.09.2025 - 12:34:12Dabei profitierte das Unternehmen von sinkenden Kosten, wie H&M am Donnerstag in Stockholm mitteilte. So stieg das operative Ergebnis um 40 Prozent auf 4,9 Milliarden schwedische Kronen (440 Mio Euro). Unter dem Strich verdiente H&M 3,2 Milliarden Kronen, nach 2,3 Milliarden ein Jahr zuvor. Damit mehren sich auch die Anzeichen, dass die RĂŒckbesinnung auf die eigene Marke beginnt, FrĂŒchte zu tragen.
Die Aktien stiegen zum Handelsauftakt um 12 Prozent, am Vormittag lag sie noch gut acht Prozent im Plus. Das Papier bestĂ€tigte mit dem Kurssprung die Trendwende, die sich bereits in den vergangenen Wochen angedeutet hatte. Nach einer monatelangen Stabilisierung war der Kurs zuletzt ĂŒber die obere Begrenzung bei rund 150 Kronen ausgebrochen und hatte damit einen neuen AufwĂ€rtsimpuls eingelĂ€utet.
Die ProfitabilitĂ€t der Schweden sei im dritten Quartal höher gewesen als gedacht, notierte Richard Chamberlain von der kanadischen Bank RBC. Das aktuelle GeschĂ€ft laufe robuster, die Zollbelastungen kĂ€men wohl erst im vierten Quartal zum Tragen. James Grzinic vom Analysehaus Jefferies nannte die operative Entwicklung "ziemlich imposant". Der operative Gewinn habe die Erwartungen um ĂŒber 30 Prozent ĂŒbertroffen.
Die stĂ€rkere schwedische WĂ€hrung belastete die Umsatzentwicklung von H&M. So sanken die Erlöse von 59 auf 57 Milliarden Kronen. Negative Wechselkurseffekte hĂ€tten dabei mit rund fĂŒnf Prozentpunkten belastet, hieĂ es. Dazu sank die Zahl der LĂ€den um vier Prozent. WĂ€hrungsbereinigt erzielte H&M ein leichtes Plus von zwei Prozent. Dazu dĂŒrfte ein verstĂ€rktes Marketing beigetragen haben. Positiv entwickelten sich auch die LagerbestĂ€nde: So sank die verfĂŒgbare Handelsware um neun Prozent.
Die Herbstkollektion werde von den Kunden bislang gut angenommen, so H&M weiter. FĂŒr den September rechnet das Unternehmen mit wĂ€hrungsbereinigten UmsĂ€tzen auf dem Vorjahresniveau. Dabei verwies der ModehĂ€ndler auf einen starken Vorjahresmonat. Da waren die UmsĂ€tze wegen des kalten Wetters um elf Prozent in die Höhe geklettert.
Anfang des Monats hatte Inditex ES0148396007, der spanische Mutterkonzern des Hauptkonkurrenten Zara, mit einem stĂ€rker als erwarteten Start in die Herbstsaison bereits ein positiveres Signal fĂŒr die Branche gesendet. Dank seiner schlanken Lieferkette und seines schnelleren Modezyklus haben die Spanier H&M beim Wachstum schon seit lĂ€ngerem ĂŒberholt.

