ModehÀndler H&M enttÀuscht auch im zweiten Quartal
25.06.2026 - 09:34:52 | dpa.deIn den drei Monaten bis Ende Mai sank der Umsatz um 3 Prozent auf 54,8 Milliarden schwedische Kronen (rund 4,95 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem geringeren RĂŒckgang der Erlöse gerechnet. Belastet wurde das GeschĂ€ft erneut auch von negativen WĂ€hrungseffekten. Die Gewinnentwicklung der Schweden enttĂ€uschte ebenfalls. Die Aktie reagierte zuletzt mit einem Minus von rund 2,5 Prozent auf die Zahlenvorlage.
H&M konnte zwar sein operatives Ergebnis trotz Restrukturierungskosten mit gut 5,9 Milliarden Kronen nahezu stabil halten, von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten waren jedoch im Schnitt von einem Anstieg auf 6,35 Milliarden ausgegangen. Unter dem Strich lag der Gewinn mit 3,96 Milliarden Kronen hauchdĂŒnn ĂŒber dem Vorjahresniveau.
Konzernchef Daniel ErvĂ©r zeichnete ein gemischtes Bild des Jahresviertels. Die VerkĂ€ufe hĂ€tten sich zwar etwas schlechter entwickelt als ursprĂŒnglich geplant, erklĂ€rte er laut Mitteilung, andererseits komme H&M bei seinen BemĂŒhungen um eine höhere ProfitabilitĂ€t weiter voran. Die operative Marge war im zweiten Quartal auf 10,8 Prozent gestiegen, nach 10,4 Prozent im Vorjahresquartal.
Zugleich rĂ€umte der Manager Probleme im Warenmanagement ein. So habe der seit geraumer Zeit betriebene Abbau der LagerbestĂ€nde in einigen FĂ€llen dazu gefĂŒhrt, dass KundenwĂŒnsche nicht bedient werden konnten, so der Manager. Hier mĂŒsse H&M in Zukunft besser werden und Angebot und Nachfrage stĂ€rker ausbalancieren.
H&M steht im Konkurrenzkampf mit Billiganbietern wie Shein und Primark GB0006731235 stark unter Druck und hatte zuletzt auch im direkten Wettbewerb mit dem Zara-EigentĂŒmer Inditex ES0148396007 das Nachsehen. Seit seinem Amtsantritt 2024 arbeitet ErvĂ©r daran, das Produktangebot zu verbessern, die Preisgestaltung zu schĂ€rfen und die Lieferzeiten zu verkĂŒrzen. Zugleich verkleinerte der Konzern auch im zweiten Quartal sein Filialnetz weiter. Diese MaĂnahmen haben zur Erholung der Margen beigetragen, doch die Nachfrage bleibt in mehreren wichtigen MĂ€rkten fragil. So rechnet H&M auch fĂŒr Juni lediglich mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau.
