Produktion/Absatz, Belgien

EuropÀische Banken machen Bezahlangebot Wero attraktiver

21.11.2024 - 13:11:51

Der noch junge Paypal-Konkurrent Wero will mit zusĂ€tzlichen Möglichkeiten fĂŒr das mobile Bezahlen und weiteren Banken-Partnern die Kundschaft in Europa von sich ĂŒberzeugen.

Die European Payments Initiative (EPI) bringt eine eigenstÀndige App an den Markt, die von nÀchster Woche an bei der Postbank und ab 2025 bei der Deutschen Bank die Wero-Nutzung ermöglichen soll. Als weiterer Partner will ebenfalls vom kommenden Jahr an die Direktbank ING NL0011821202 Deutschland das neue europÀische Digitalbezahlverfahren anbieten.

Seit Anfang Juli dieses Jahres ist EPI mit Wero am Start. Nutzen konnten das Angebot bisher allerdings nur diejenigen, die ein Konto bei einer Bank besitzen, die den Dienst bereits anbietet. In Deutschland waren Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken von Anfang an dabei. Dort können Kundinnen und Kunden seit Anfang Juli innerhalb der Banking-Apps ihres Instituts auf Wero-Funktionen zugreifen.

Weitere Funktionen geplant

Wero ermöglicht bislang, Geld zu senden und zu empfangen, indem nur eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse angegeben wird. Ab 2025 soll man mit Wero zudem online und ab 2026 im Einzelhandel bezahlen können. Geplant sind nach EPI-Angaben weitere Funktionen wie zum Beispiel Ratenzahlungen, die Integration von Treueprogrammen von HÀndlern und die Verwaltung von wiederkehrenden Zahlungen.

"Nach der schrittweisen EinfĂŒhrung von Wero in drei europĂ€ischen LĂ€ndern können wir uns nun darauf konzentrieren, unsere Marktdurchdringung zu vertiefen, indem wir weitere Banken einbeziehen, zusĂ€tzliche Funktionen integrieren und aktiv die nĂ€chsten Schritte im kommerziellen Zahlungsverkehr vorbereiten, wobei wir mit HĂ€ndlern und deren Dienstleistern zusammenarbeiten", erlĂ€uterte EPI-Vorstandschefin Martina Weimert.

US-Konkurrenz seit Jahren etabliert

Außer in Deutschland ist Wero bereits in Frankreich und Belgien nutzbar. Insgesamt zĂ€hlt EPI in den drei LĂ€ndern bislang 14 Millionen registrierte Nutzer. Zum Vergleich: Paypal kommt aktuell nach eigenen Angaben alleine in Deutschland auf 35 Millionen aktive Kundenkonten.

Nach Angaben der EPI-Initiative ist es das Ziel, Wero in drei bis vier Jahren zu einem umfassenden Zahlungsangebot zu entwickeln, das "jedem die Möglichkeit bietet, seine Finanzen einfach und sicher zu kontrollieren und dabei den BedĂŒrfnissen in Bezug auf den Datenschutz und die Einhaltung europĂ€ischer Vorschriften nachkommt".

Einige große Player bislang nicht dabei

EPI war 2020 von großen Euro-Banken unter anderem aus Deutschland, Frankreich und Spanien gegrĂŒndet worden. Sie wollten ein einheitliches europaweites System aufbauen, das das Bezahlen per Karte und Smartphone abdeckt, um der Kundschaft ein Alternativangebot zu mĂ€chtigen US-Konzernen wie Paypal zu machen.

Aktuell wird die EPI-Initiative von 16 Finanzdienstleistern getragen, darunter Deutsche Bank DE0005140008, DZ Bank und der DSGV. Außerdem gehören Großbanken wie BNP Paribas FR0000131104 und SociĂ©tĂ© GĂ©nĂ©rale FR0000130809 aus Frankreich sowie ABN Amro und ING aus den Niederlanden dazu. Außen vor sind dagegen zum Beispiel die Commerzbank DE000CBK1001 und Neo-Banken wie N26, die sich nicht an EPI und Wero beteiligen.

@ dpa.de | DE0005140008 PRODUKTION/ABSATZ