Autokonzern, Stellantis

Autokonzern Stellantis will 13 Milliarden Dollar in USA investieren

15.10.2025 - 08:32:53

Der Opel-Mutterkonzern Stellantis NL00150001Q9 plant in den nÀchsten vier Jahren in den USA Investitionen von 13 Milliarden US-Dollar (11,2 Mrd.

Euro). Mit der Rekordsumme sollen das GeschÀft auf dem US-Markt und die dortige Produktion erhöht werden, wie Stellantis am spÀten Dienstagabend mitteilte.

Demnach sollen fĂŒnf neue Modelle auf den Markt gebracht und mehr als 5.000 ArbeitsplĂ€tze in den Werken in Illinois, Ohio, Michigan und Indiana geschaffen werden. Der Mutterkonzern von Marken wie Peugeot, Fiat, Chrysler und Opel sprach von der grĂ¶ĂŸten Investition in der 100-jĂ€hrigen US-Geschichte des Unternehmens.

Diese Investition in den USA werde "unser Wachstum vorantreiben, unsere Produktionsstandorte stĂ€rken und mehr amerikanische ArbeitsplĂ€tze in die Staaten bringen, in denen wir zu Hause sind", sagte Stellantis-Chef Antonio Filosa: "Das Wachstum in den USA zu beschleunigen, hat seit meinem ersten Tag als CEO oberste PrioritĂ€t. Erfolg in Amerika ist nicht nur gut fĂŒr Stellantis in den USA - er ist gut fĂŒr Stellantis insgesamt."

Stellantis war aus der Fusion der französischen PSA-Gruppe mit dem italoamerikanischen Fiat-Chrysler-Konzern entstanden. Im US-Markt sind mit Chrysler, Dodge, Jeep und Ram vier der 14 Fahrzeugmarken des Konzerns zu Hause.

Zuletzt Absatzplus - Aber schon lÀnger Krise

Zuletzt lieferten die Absatzzahlen einen Hoffnungsschimmer. Im dritten Quartal waren die Auslieferungen um 13 Prozent gestiegen. Steigende Verkaufszahlen in den USA trugen dazu entscheidend bei. Der Autobauer profitierte vom Abbau der hohen LagerbestÀnde in den USA. Insgesamt legte der US-Absatz im Jahresvergleich um 35 Prozent zu.

Der Vielmarkenkonzern kriselt aber seit lĂ€ngerem, weil er auf dem nordamerikanischen Kontinent seine großen SUV und Pickups nicht mehr wie gewohnt loswird. Das hatte auch Ex-Chef Carlos Tavares den Job gekostet. Das GeschĂ€ft mit den teuren SUV und Pickups sorgte lange dafĂŒr, dass Stellantis den Löwenanteil seines Gewinns in den USA einfuhr.

Milliarden-Belastung durch US-Zölle

Im Sommer war Stellantis davon ausgegangen, dass auch im zweiten Halbjahr 2025 deutliche Belastungen durch die US-Zollpolitik anfallen. Nachdem bereits in den ersten sechs Monaten 0,3 Milliarden Euro an Sonderkosten zu Buche geschlagen hatten, dĂŒrften es in der zweiten JahreshĂ€lfte noch einmal 1,2 Milliarden Euro sein, hatte der VW DE0007664039-Rivale Ende Juli mitgeteilt.

In den ersten sechs Monaten hatte Stellantis einen Milliardenverlust verbucht. Der Umsatz sackte um 13 Prozent auf 74,3 Milliarden Euro ab, der Absatz ging in der ersten JahreshĂ€lfte um 7 Prozent zurĂŒck. Vor allem im frĂŒher fĂŒr Stellantis so renditestarken Markt Nordamerika ließ das Unternehmen weiter Federn. Der neue Konzernchef Filosa hatte nach der Zolleinigung der USA mit der EU eine Verbesserung im TagesgeschĂ€ft fĂŒr den Rest des Jahres in Aussicht gestellt.

@ dpa.de