EuropÀischer Gaspreis stoppt Höhenflug - Furcht vor Nahost-Eskalation lÀsst nach
28.10.2024 - 10:44:24Im frĂŒhen Handel wurde die Megawattstunde (MWh) an der Börse in Amsterdam bei 42,76 Euro gehandelt. Am Freitag war die Notierung noch bis auf 43,68 Euro gestiegen und damit auf den höchsten Stand in diesem Jahr.
Neben dem Gaspreis sind auch die Preise fĂŒr Rohöl zu Beginn der Woche deutlich unter Verkaufsdruck geraten. Am Wochenende war der lange erwartete Vergeltungsangriff Israel auf den Iran weniger umfangreich ausgefallen als befĂŒrchtet. Zudem hatte Irans ReligionsfĂŒhrer Ajatollah Ali Chamenei ĂŒberlegtes Handeln angemahnt.
"Die ZurĂŒckhaltung Israels beim MilitĂ€rschlag gegen den Iran stĂŒtzt die Hoffnung, dass die aktuelle Runde der direkten Konfrontationen zwischen dem Iran und Israel fĂŒr dieses Mal beendet ist", kommentierten Experten der Dekabank. Die Erleichterung der Marktteilnehmer hatte den Gaspreis zum Handelsbeginn an der Börse in Amsterdam noch zeitweise tiefer fallen lassen, um mehr als vier Prozent bis auf 41,65 Euro.
Damit hat sich eine AufwĂ€rtsbewegung beim Gaspreis vorerst nicht fortgesetzt, die im MĂ€rz begonnen und seit Mitte September deutlich Fahrt aufgenommen hatte. In dieser Zeit hat sich der Preis fĂŒr europĂ€isches Erdgas nahezu verdoppelt. Zuletzt hatte unter anderem die Sorge, dass eine Eskalation der geopolitischen Lage im Nahen Osten wichtige Transportrouten von FlĂŒssiggas gefĂ€hrden könnte, den Gaspreis nach oben getrieben.
Trotz des jĂŒngsten Preisanstiegs haben sich die deutschen Gasreserven an den meisten der vergangenen Tage weiter erhöht. Wie aus jĂŒngsten Daten des europĂ€ischen Gasspeicherverbands GIE hervorgeht, lag der GesamtfĂŒllstand am Samstag bei knapp 98 Prozent.

