Börsen/Aktien, Börsenschluss

Europa Schluss: EuroStoxx wenig bewegt - Wenig Nvidia-Einfluss

28.08.2025 - 18:23:54 | dpa.de

Der Quartalsbericht des KI-Schwergewichts Nvidia US67066G1040 hat am europĂ€ischen Aktienmarkt am Donnerstag keine großen Spuren hinterlassen.

Einen durchwachsenen Ausblick des US-Chipgiganten nahmen die Börsen auf beiden Seiten des Atlantiks mit moderaten Bewegungen und gemischten Vorzeichen hin.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 legte am Ende um 0,07 Prozent auf 5.396,73 Punkte zu. Wie schon am Vortag, zeigte er sich weiter stabilisiert nach seinen Verlusten vom Dienstag, die die politische Unsicherheit in Frankreich nach sich gezogen hatte. Der französische Cac 40 FR0003500008 setzte seine Stabilisierung ebenfalls fort, indem er um 0,24 Prozent auf 7.762,60 ZÀhler stieg.

Auch außerhalb der Eurozone war das Bild durchwachsen. WĂ€hrend sich der schweizerische SMI CH0009980894 0,10 Prozent höher bei 12.219,20 Punkten aus dem Handel verabschiedete, sank der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,42 Prozent auf 9.216,82 ZĂ€hler.

Guter Dinge waren die Anleger im Autosektor EU0009658681, dessen Teilindex um 0,6 Prozent stieg. Die Zulassungszahlen des Verbands der europĂ€ischen Automobilhersteller (Acea) fĂŒr Juli seien ein Hoffnungsschimmer, sagte ein HĂ€ndler. In Frankreich fielen die Renault FR0000131906-Aktien mit einem Anstieg um 3,6 Prozent auf. Bei anderen Werten wie etwa Stellantis NL00150001Q9 und BMW DE0005190003 ließ der RĂŒckenwind im Tagesverlauf aber etwas nach.

Zum grĂ¶ĂŸten EuroStoxx-Gewinner wurde LVMH FR0000121014 mit 2,2 Prozent Plus. LuxusgĂŒterwerte knĂŒpften allgemein an ihre Rally an, die am Vortag mit Aussagen des Uhrenherstellers Swatch CH0012255151 zum US-Absatzmarkt und der Zollpolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump begonnen hatte.

Bei Pernod Ricard FR0000120693 relativierte sich das zeitweise deutliche Plus auf 1,4 Prozent. Die Jahreszahlen des Spirituosenkonzerns untermauerten die Hoffnungen vieler Anleger auf eine perspektivische GeschĂ€ftserholung. Ein mauer Konsum in China und den USA hatte das Unternehmen zwar belastet. Dennoch hĂ€tten die Franzosen die Ergebniserwartungen ĂŒbertroffen, schrieb Edward Mundy vom Investmenthaus Jefferies. Im Aktienkurs sei eine Menge Unsicherheit eingepreist. Die Chance von Pernod Ricard auf einen Verbleib im EuroStoxx nimmt nun wieder zu.

In Mailand zogen die Anteile von Media for Europe (MFE) NL0015001OI1 um rund zehn Prozent an. Am Vorabend wurde vermeldet, dass die Holdinggesellschaft der Berlusconi-Familie die Mehrheit am deutschen Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 DE000PSM7770 bekommt. Dazu verhilft der einst ebenfalls an einer Übernahme interessierte Finanzinvestor PPF, der seine Anteile an MFE verkauft.

In ZĂŒrich fielen die Aktien von DocMorris CH0042615283 mit einem Kursrutsch um 6,3 Prozent auf. Ein HĂ€ndler verwies bei der Online-Apotheke auf einen Medienkommentar, der sich massiv fĂŒr eine Branchenliberalisierung in Deutschland ausspreche. In diesem werde vor allem auf die Drogeriekette dm als potenzieller Wettbewerber von Apotheken verwiesen.

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