Ariane bringt Bundeswehr-Satelliten ins All
25.09.2025 - 12:58:52Die beiden Satelliten sollen der Bundeswehr eine sichere militĂ€rische Telekommunikation der nĂ€chsten Generation garantieren, wie das Unternehmen mitteilte. Sie sollen von Europas Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana starten, zwei Ă€ltere Satellitenmodelle ablösen und mindestens 15 Jahre im All bleiben. Ein Zeitpunkt fĂŒr den Start wurde nicht genannt.
Europa derzeit bei Satellitenstarts abhÀngig von den USA
Die Entwicklung der Ariane 6 hat in den vergangenen Jahren vor allem durch jahrelange Verzögerungen von sich reden gemacht. Viele europĂ€ische Satelliten werden inzwischen von SpaceX in die Umlaufbahn All befördert, dem Raumfahrtunternehmen des US-MilliardĂ€rs Elon Musk. "Mit der Ariane 6 kann Europa Satelliten ins All schicken, ohne die Genehmigung einer anderen Macht einholen zu mĂŒssen", sagte Vorstandschef Martin Sion der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die französisch-deutsche Ariane Group ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und des französischen Triebwerksherstellers Safran.
Ballistische Raketen fĂŒr die Bundeswehr?
Nach Worten Sions sind noch sehr viel weitergehende militĂ€rische AuftrĂ€ge aus Deutschland im GesprĂ€ch. Neben der Ariane 6 stellt das Unternehmen unter anderem die französischen Atomraketen her. "Verschiedene europĂ€ische LĂ€nder haben groĂes Interesse an konventionellen ballistischen Raketen geĂ€uĂert, insbesondere Deutschland", sagte Sion der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die Entscheidung liegt natĂŒrlich beim französischen Staat", sagte der Manager. "Er kontrolliert die Technologie und entscheidet ĂŒber einen etwaigen Start eines Kooperationsprogramms dieser Art."
ZunĂ€chst will das Unternehmen gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt (DLR) an neuen Wehrtechnik-Technologien forschen. Dabei geht es unter anderem um Systeme zur Ăberwachung von Bewegungen im All.

