Rohstofffonds des Bundes steht in Startlöchern
10.11.2025 - 11:04:48Man stehe in den Startlöchern, teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage mit. Es befĂ€nden sich derzeit mehrere Projekte in der vertieften PrĂŒfung. Der Fonds solle dazu beitragen, die Rohstoffversorgung zu diversifizieren und so Versorgungssicherheit und Lieferketten zu stĂ€rken. Ziel sei es, durch eine frĂŒhe Beteiligung des Bundes an Projekten das Rohstoffangebot zeitnah zu erhöhen und Unternehmen in Deutschland den Zugriff darauf zu ermöglichen.
Geld auch von Privatinvestoren
Das "Handelsblatt" sowie die "Bild"-Zeitung berichteten, es handle sich zunĂ€chst um drei Projekte. Demnach soll sich der Fonds noch in diesem Jahr zunĂ€chst mit 50 und insgesamt mit bis zu 150 Millionen Euro an einer Lithium-Gewinnung im Oberrheingraben beteiligen. Private Investoren stellten zusĂ€tzlich 1,9 Milliarden Euro dafĂŒr bereit, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) der "Bild"-Zeitung.
Nach "Handelsblatt"-Informationen handelt es sich um ein Projekt des Unternehmens Vulcan Energy. Lithium spielt fĂŒr E-Autos und andere elektronische GerĂ€te eine wichtige Rolle.
Ein weiteres Projekt sei eine Kupfer-Gold-Förderung mit Kanada mit bis zu 150 Millionen Euro. AuĂerdem werde sich der Fonds an der Förderung von Seltenen Erden in Australien mit bis zu 100 Millionen Euro beteiligen. Laut Reiche stellen private Kapitalgeber insgesamt 1,7 Milliarden Euro bereit.
Abgesicherte Finanzierung
"Wir bleiben nicht passiv", sagte Reiche der "Bild"-Zeitung vor dem Hintergrund der AbhÀngigkeit von Rohstoffen aus China. "Wir stellen uns der schwierigen Situation mit China und investieren selbst." Das "Handelsblatt" berichtete, Reiche habe sich mit Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) auf eine Absicherung der Finanzierung geeinigt.
Mit dem Fonds will sich der Bund entweder direkt oder mit Garantien an neuen Rohstoff-Abbauprojekten beteiligen, um deutschen Unternehmen alternative Lieferpartner zu ermöglichen. Das Volumen des Fonds könnte auf eine Milliarde Euro wachsen.
Im vergangenen Oktober hatte das Wirtschaftsministerium zum Fonds mitgeteilt, interessierte Unternehmen könnten ihre Projekte bei der bundeseigenen Förderbank KfW einreichen. Pro Projekt werde das Finanzierungsbudget in der Regel zwischen 50 und 150 Millionen Euro liegen.

