Kreml, Treffen

Kreml spricht von baldigem Treffen Putins mit Trump

17.10.2025 - 13:19:13

Der russische Staatschef Wladimir Putin und US-PrÀsident Donald Trump könnten sich nach Angaben aus Moskau in den nÀchsten zwei Wochen oder etwas spÀter zu einem neuen Gipfel wiedersehen.

Das Treffen solle nicht auf die lange Bank geschoben werden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Trump und Putin hatten am Vorabend am Telefon ĂŒber ein neues Treffen gesprochen. Als Ort ist Budapest im GesprĂ€ch. Zuletzt waren beide im August in Alaska zusammengekommen. Der US-PrĂ€sident strebt eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg an, der mit der russischen Invasion in das Nachbarland vor gut drei Jahren begonnen hatte.

Peskow berichtete auch, dass Putin mit Ungarns MinisterprĂ€sident Viktor Orban telefoniert habe. Ungarn wolle die Rolle des Gastgebers ĂŒbernehmen, und Putin sei damit einverstanden. Orban pflegt gute Beziehungen sowohl zu Putin als auch zu Trump und betonte, dass Budapest logisch sei als Gipfelort.

Russland dĂŒrfte eine Sicherheitsgarantie fĂŒr Putin verlangen, weil gegen den PrĂ€sidenten ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag vorliegt. Der Kremlchef hatte zuletzt auch etwa Tadschikistan und die Mongolei besucht, ohne dass die Staaten den Aufforderungen nach einer Festnahme nachkamen.

Ungarn mĂŒsste Putin eigentlich festnehmen

Ungarn ist das erste europĂ€ische Land, das das Weltstrafgericht verlĂ€sst. Dies hatte Orban im April angekĂŒndigt; im Mai hatte das Parlament dies gebilligt.

Ein Austritt aus dem Grundlagenvertrag des Gerichts tritt aber erst ein Jahr nach Eingang der schriftlichen AustrittserklĂ€rung in Kraft. Mit dem Austritt wollte sich Ungarn ursprĂŒnglich zunĂ€chst von der Pflicht freimachen, den Haftbefehl gegen den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu vollstrecken.

Aber auch nach dem rechtskrĂ€ftigen Austritt bleiben die Verpflichtungen bestehen, die ein Vertragsstaat wĂ€hrend seiner Mitgliedschaft ĂŒbernommen hatte. Auch Ungarn muss demnach weiter bei Ermittlungen mit dem Gericht zusammenarbeiten, wenn diese vor dem Austritt begonnen hatten.

Die Sanktionsmöglichkeiten des Gerichts sind allerdings gering. Zugleich untergrÀbt die Missachtung seiner Anordnungen die AutoritÀt des Gerichts.

@ dpa.de