SeehÀfen, Regierung

SeehĂ€fen wollen mit Regierung ĂŒber Finanz-Reform beraten

20.04.2026 - 12:33:55 | dpa.de

Der SeehĂ€fen-Interessenverband will auf der anstehenden Konferenz in Emden mit der Bundesregierung ĂŒber eine Finanzierungsreform beraten.

Das kĂŒndigte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Florian Keisinger, an. Keisinger zufolge sollen die LĂ€nder, auch die BinnenlĂ€nder, in die Debatte einbezogen werden.

Am 29. und 30. April ist in Emden die 14. Nationale Maritime Konferenz (NMK) geplant. Die NMK ist das Spitzentreffen der maritimen Branche unter Leitung der Bundesregierung. An der Veranstaltung nehmen Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft teil.

Verband: Reform nicht an Rechtsbedenken scheitern lassen

Der ZDS beklagt seit Jahren eine strukturelle Unterfinanzierung der SeehĂ€fen, die aus Verbandssicht die WettbewerbsfĂ€higkeit gefĂ€hrdet. Die Bundesregierung gewĂ€hrt den LĂ€ndern jĂ€hrlich 38,3 Millionen Euro fĂŒr Investitionen in SeehĂ€fen, was auch "Hafenlastenausgleich" genannt wird. Der ZDS fordert eine "Grundfinanzierung" von 500 Millionen Euro im Jahr.

Zentrale Frage ist, wie sich das Finanzierungsmodell reformieren lĂ€sst. Keisinger zufolge ist offen, ob eine aufwendige GrundgesetzĂ€nderung dazu notwendig ist. Er fordert, eine Reform aber nicht an Rechtsbedenken scheitern zu lassen. Es brauche eine politische Lösung, die zu einer rechtlichen Lösung fĂŒhre.

Verband schÀtzt Finanzierungsbedarf auf 15 Milliarden Euro

Den Finanzierungsbedarf fĂŒr eine Modernisierung der SeehĂ€fen beziffert der ZDS auf 15 Milliarden Euro. Aus Sicht des Verbands soll das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur der Bundesregierung auch genutzt werden, um die HĂ€fen zu ertĂŒchtigen. Der ZDS drĂ€ngt zudem auf die im Koalitionsvertrag angekĂŒndigte Reform der Einfuhrumsatzsteuer.

Dem ZDS in Hamburg gehören nach eigenen Angaben rund 140 Betriebe an. Es handelt sich um Terminalbetreiber, Hafenlogistiker und Hafenverwaltungen. Der Hamburger Hafen ist nach Umschlag Deutschlands wichtigster. Es folgen Bremerhaven, Wilhelmshaven, Rostock und LĂŒbeck.

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