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New York: Kurseinbruch bei Microsoft belastet US-Börsen

29.01.2026 - 17:06:37

Der Softwarekonzern Microsoft prÀgt am Donnerstag die US-Börsen angesichts einer Flut von GeschÀftszahlen negativ.

Die Standardwerte im Dow Jones Industrial US2605661048 entwickelten sich noch relativ robust, doch an der Nasdaq-Börse litt der Handel darunter, dass der Softwareriese mit nachlassendem Wachstum neue Sorgen rund um die KI-Investitionen schĂŒrte.

Die Reaktionen auf die Zahlen der Tech-Riesen Meta US30303M1027, Microsoft US5949181045 und Tesla US88160R1014 gingen weit auseinander, wobei Microsoft mit einem Kursrutsch um fast 12 Prozent negativ auffiel. Vor diesem Hintergrund sackte der Nasdaq 100 US6311011026 nach gemĂ€ĂŸigtem Start mit zwei Prozent ins Minus auf 25.496 Punkte. Bei der AnnĂ€herung an sein Rekordhoch gab es damit einen deutlichen RĂŒckschlag.

Der Wall-Street-Leitindex Dow Jones Industrial war zunÀchst noch freundlich gestartet, konnte sich dem schwachen Umfeld aber auch nicht entziehen. Er gab um 0,6 Prozent auf 48.704 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 orientierte sich mit einem Abschlag von 1,3 Prozent auf 6.887 ZÀhler stÀrker an der Nasdaq.

Microsoft konnte zwar dank einer weiter hohen Nachfrage rund um KĂŒnstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste im zweiten GeschĂ€ftsquartal erneut krĂ€ftig wachsen, allerdings nicht mehr so deutlich wie im Vorquartal. Sorgen um die Wachstumstreiber mischten sich mit Bedenken wegen stark gestiegener Kosten. Durch den Kursrutsch drehten die Aktien ihre jĂŒngste Erholung in ein Tief seit Ende April. In der Breite wurden auch andere Softwarewerte belastet.

Die Meta-Anteile konnten dies an der Nasdaq mit einem Kursanstieg um mehr als sieben Prozent nicht aufwiegen. Der Facebook-Mutterkonzern ĂŒberzeugte mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstum, das die Aktien auf ein Hoch seit Ende Oktober trieb. Das WerbegeschĂ€ft des Internetkonzerns nehme weiter Fahrt auf und zeige den positiven KI-Einfluss, urteilte der Goldman-Sachs-Experte Eric Sheridan.

Auch die Nachrichten des Elektroautobauers Tesla kamen mit einem Abschlag von 2,4 Prozent nicht gut an nach einem zunĂ€chst noch robusten Handelsstart. Die GewinnschĂ€tzungen wurden zwar ĂŒbertroffen, doch es wurden Milliarden-Investitionen zur Umstrukturierung der Produktion angekĂŒndigt. Konzernchef Elon Musk setzt auf eine Zukunft mit Robotern und Robotaxis.

Ein Gegengewicht zu Microsoft bildeten im Dow die Titel von IBM US4592001014, die nach Zahlenvorlage um fast sechs Prozent anzogen. Das IT-Urgestein ĂŒberzeugte mit starkem Wachstum im Software- und IT-InfrastrukturgeschĂ€ft, das die Aktien in Richtung des Rekordes vom November trieb. Eine Bestmarke verbuchen konnte dagegen der Baumaschinenhersteller Caterpillar US1491231015. Auch die Honeywell-Anteile US4385161066 waren nach Zahlen im Dow eine positive Erscheinung.

Einen Rekord aufstellen konnten noch die Titel des RĂŒstungskonzerns Lockheed Martin US5398301094, indem sie nach der Zahlenvorlage um sechs Prozent anzogen. Eine noch deutlichere Rally gab es bei Southwest Airlines US8447411088 mit einem Kurssprung um mehr als 12 Prozent. Die Fluggesellschaft ĂŒberraschte mit ihren Quartalszahlen positiv.

@ dpa.de

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