Evonik verkauft Superabsorber-GeschĂ€ft fĂŒr dreistelligen Millionenbetrag
04.03.2024 - 09:57:45Das Superabsorber-GeschĂ€ft geht fĂŒr einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag an die International Chemical Investors Group (ICIG), wie der MDax DE0008467416-Konzern am Montag in Essen mitteilte. Die Transaktion soll Mitte 2024 abgeschlossen sein. "Das Superabsorber-GeschĂ€ft passt von seinem Profil her nicht mehr zu unserem Charakter als Spezialchemiekonzern", sagte Evonik-Chef Christian Kullmann laut Mitteilung.
Die schon lange angekĂŒndigte VerĂ€uĂerung ist Teil des Konzernumbaus mit der angestrebten Trennung vom GeschĂ€ft mit Standardchemikalien der Sparte Performance Materials, zu der neben den Superabsorbern auch der C4-Verbund rund um petrochemische ZusĂ€tze fĂŒr Kautschuk, Kunststoffe und Spezialchemikalien zĂ€hlt. Mit Blick auf das C4-GeschĂ€ft hatte Kullmann in der Vergangenheit immer wieder betont, dass kein Zeitdruck bestehe. Er dĂŒrfte also auf wirtschaftlich besser Zeiten warten, um dann einen höheren Preis bei einem Verkauf oder der Einbringung in ein Gemeinschaftsunternehmen zu erzielen.
Das Superabsorber-GeschĂ€ft erwirtschaftete den Angaben zufolge 2023 einen Umsatz von 892 Millionen Euro sowie einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Im Durchschnitt der vergangenen fĂŒnf Jahre habe der operative Gewinn rund 20 Millionen Euro betragen. ICIG ĂŒbernehme den GeschĂ€ftsbereich mit etwa 1000 Mitarbeitern und Produktionsanlagen in Krefeld und RheinmĂŒnster sowie zwei Standorten in den USA. Ebenso zum GeschĂ€ft gehören Anlagen in Marl zur Produktion von AcrylsĂ€ure, einem wichtigsten Rohstoff fĂŒr Superabsorber.

