SpielwarenhÀndler, Rofu

SpielwarenhÀndler Rofu Kinderland meldet Insolvenz an

22.01.2026 - 12:02:07

Der SpielwarenhÀndler Rofu Kinderland aus Rheinland-Pfalz hat nach einem schlechten WeihnachtsgeschÀft Insolvenz angemeldet und sucht einen Investor.

Geplant sei eine Insolvenz in Eigenverwaltung, wie das Unternehmen mit rund 2.000 BeschĂ€ftigten und mehr als 100 Filialen in sieben BundeslĂ€ndern mitteilte. Bei diesem Verfahren bleibt ĂŒblicherweise die Firmenleitung im Amt und wird von Beratern unterstĂŒtzt. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" berichtet.

Der Betrieb in den Filialen, von denen viele in SĂŒdwestdeutschland sind, und das Online-GeschĂ€ft sollen nach Unternehmensangaben weitergehen. Die GehĂ€lter der BeschĂ€ftigten sind den Angaben zufolge ĂŒber das Insolvenzgeld fĂŒr drei Monate gesichert.

Das vorlĂ€ufige Insolvenzverfahren wurde bereits am Montag vom Amtsgericht Idar-Oberstein angeordnet. Als Grund fĂŒr die finanzielle Schieflage wurden ein schwaches WeihnachtsgeschĂ€ft, eine anhaltende KaufzurĂŒckhaltung, gestiegene Kosten und ein intensiver Wettbewerb in der Branche genannt.

SanierungsgeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Katholing von der Restrukturierungsgesellschaft Pluta Management GmbH sagte, der bereits begonnene Investorenprozess werde fortgesetzt. "Mit einem neuen Investor wollen wir das Unternehmen zukunftsfĂ€hig aufstellen."

Rofu Kinderland mit Sitz in HoppstĂ€dten-Weiersbach im Kreis Birkenfeld nahe der Grenze zum Saarland verkauft seit ĂŒber 40 Jahren Spielwaren wie Puzzles, Schulhefte, KinderbĂŒcher und Gesellschaftsspiele. Der HĂ€ndler vertreibt Spielwaren bekannter Marken sowie preiswerte Eigenmarken.

Der SpielwarenhĂ€ndler leidet schon lĂ€nger unter der KonsumzurĂŒckhaltung der Verbraucher, die wegen gestiegener Lebenshaltungskosten sparen sowie der Konkurrenz durch den Online-Handel. Bereits im Dezember hatte das Unternehmen eine strategische Neuaufstellung verkĂŒndet und seine GeschĂ€ftsfĂŒhrung neu organisiert.

@ dpa.de