Ergebnisse, Produktion/Absatz

AUSBLICK: ZuwÀchse bei Siemens erwartet - DigitalgeschÀft und Ausblick im Fokus

05.08.2024 - 12:23:05

Der Technologiekonzern Siemens DE0007236101 legt an diesem Donnerstag (8.8.) seine Zahlen fĂŒr das dritte GeschĂ€ftsquartal (per Ende Juni) vor.DAS ERWARTET SIEMENS:Die MĂŒnchner lieferten zuletzt durchwachsene Resultate.

Der Technologiekonzern Siemens DE0007236101 legt an diesem Donnerstag (8.8.) seine Zahlen fĂŒr das dritte GeschĂ€ftsquartal (per Ende Juni) vor.

DAS ERWARTET SIEMENS:

Die MĂŒnchner lieferten zuletzt durchwachsene Resultate. So belastet derzeit eine gedĂ€mpfte Nachfrage im AutomatisierungsgeschĂ€ft die Entwicklung. Die LagerbestĂ€nde bei Kunden und Vertriebspartnern blieben insbesondere in China hoch.

Konzernchef Roland Busch ging zuletzt zwar davon aus, dass sich die Lage in den kommenden Quartalen stetig verbessern wird, allerdings langsamer als erwartet. Hauptgrund sei die verhaltene Entwicklung in China, auch aufgrund von ÜberkapazitĂ€ten in bestimmten Kundenbranchen, wie etwa Solarenergie oder Elektroautos. Zudem kĂ€men die wichtigen exportgetriebenen MĂ€rkte Europas, wie etwa Deutschland, nur sehr langsam auf Touren.

Siemens senkte daher im Mai seine Erwartung fĂŒr die betreffende Sparte Digital Industries (DI). FĂŒr das gut laufende GeschĂ€ft mit intelligenter Infrastruktur hob Siemens das untere Ende der erwarteten Spanne bei Umsatz und ProfitabilitĂ€t hingegen an.

FĂŒr DI rechnet Siemens nun mit einem vergleichbaren UmsatzrĂŒckgang. Zuvor hatte das Unternehmen stabile bis leicht steigende Erlöse in Aussicht gestellt. Die Nachfrage in der Industrieautomation soll in der zweiten GeschĂ€ftsjahreshĂ€lfte wieder anziehen, zudem rechnet Siemens mit großen AuftrĂ€gen im Software-GeschĂ€ft.

FĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr 2023/24 (per Ende September) erwartet Siemens fĂŒr den Gesamtkonzern weiter ein Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von vier bis acht Prozent. Ausgeklammert sind WĂ€hrungs- und Portfolioeffekte. Dabei dĂŒrfte das Plus eher am unteren Ende der Spanne liegen.

Das Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten nach Übernahmen erwartet Siemens bei 10,40 bis 11,00 Euro. Im abgelaufenen Jahr war der entsprechende Gewinn auf 9,93 Euro angezogen. Herausgenommen ist dabei die Beteiligung an Siemens Energy DE000ENER6Y0, die nur noch als finanzieller Vermögenswert und nicht mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert wird.

DAS ERWARTEN ANALYSTEN:

Analysten erwarten fĂŒr das dritte GeschĂ€ftsquartal leichte ZuwĂ€chse bei Umsatz und Gewinn. Dabei dĂŒrfte insbesondere die Sparte Smart Infrastructure zulegen, wie aus einem von Siemens veröffentlichten Konsens hervorgeht. Bei DI rechnen die Experten allerdings mit weiteren RĂŒckgĂ€ngen. Im Blick steht dabei das NeugeschĂ€ft: Und hier rechnen die Marktteilnehmer mit einer RĂŒckkehr zu Wachstum.

FĂŒr den Konzern erwarten die Analysten ein vergleichbares Umsatzwachstum von 4,3 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. Der Auftragseingang dĂŒrfte vergleichbar um mehr als 16 Prozent sinken - dies ist aber zu erwartenden deutlichen RĂŒckgĂ€ngen im ZuggeschĂ€ft geschuldet. So hatte die Sparte Mobility im Vorjahr von GroßauftrĂ€gen profitiert. Das Ergebnis im IndustriegeschĂ€ft sehen die Analysten bei 2,8 Milliarden Euro und damit leicht höher als die 2,7 Milliarden im Vorjahr. Auch unter dem Strich wird mit einer Steigerung gerechnet.

FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2023/24 zeigen sich die Experten pessimistischer fĂŒr das avisierte vergleichbare Umsatzwachstum als Siemens: Dies liegt im Schnitt bei nur gut drei Prozent. Auch gehen sie von einem Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreisallokationen am unteren Ende der vom Management in Aussicht gestellten Spanne aus.

@ dpa.de | DE0007236101 ERGEBNISSE