Siemens setzt auf DigitalgeschÀft - Erneut Rekordgewinn
13.11.2025 - 07:53:25Dieses soll bis 2030 im Schnitt jĂ€hrlich um 15 Prozent wachsen und seine UmsĂ€tze so verdoppeln, teilte das Unternehmen im Vorfeld seines Investorentages am Donnerstag in MĂŒnchen mit. Dazu will Siemens in den nĂ€chsten drei Jahren eine Milliarde Euro in seine KI-Angebote investieren.
FĂŒr den Gesamtkonzern erhöhte Siemens seine Umsatzerwartungen und erwartet mittelfristig ein vergleichbares Erlöswachstum von 6 bis 9 Prozent. Ausgeklammert sind WĂ€hrungs- und Portfolioeffekte. Das Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten soll weiterhin im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen.
FĂŒr das neue GeschĂ€ftsjahr erwartet Siemens dabei ein vergleichbares Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent.
Nicht mehr enthalten ist der mittelfristigen Prognose Siemens Healthineers DE000SHL1006 - Siemens hatte am Vortag angekĂŒndigt, sich von seiner Medizintechniktochter trennen zu wollen. Der Schritt ist Teil der laufenden Transformation zu einem integrierten Technologiekonzern mit einem gröĂeren Digital- und Software-Anteil. Dazu leistete sich Siemens zuletzt mit den US-Unternehmen Altair und Dotmatics milliardenschwere Ăbernahmen.
Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erzielte Siemens im vergangenen GeschÀftsjahr erneut einen Rekordgewinn. Unter dem Strich verdiente der Konzern 2024/25 (per Ende September) 10,4 Milliarden Euro. Das sind 16 Prozent mehr als vor einem Jahr. Konzernchef Roland Busch sprach angesichts der Zahlen von einem Meilenstein: "Zum dritten Mal in Folge haben wir einen Rekord beim Gewinn nach Steuern erzielt und sind sowohl bei Auftragseingang als auch bei den Umsatzerlösen im mittleren einstelligen Prozentbereich gewachsen." Siemens sei "stÀrker denn je".
Den Gewinnsprung verdankt Siemens einerseits einem milliardenschweren Sondereffekt aus dem Verkauf von Innomotics, der schon im ersten Quartal wirksam geworden war, andererseits einem brummenden GeschÀft in der Sparte Smart Infrastructure. Zudem erholt sich das zuletzt schwÀchelnde GeschÀft von Digital Industries mit der Automatisierungstechnik und konnte im vierten Quartal des GeschÀftsjahres leicht zulegen. AktionÀre sollen eine höhere Dividende erhalten.

