Selenskyj, Schutz

Selenskyj fordert besseren Schutz Kiews durch Flugabwehr

26.01.2026 - 19:54:37

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts der massiven SchÀden an der Energieinfrastruktur durch die russischen Angriffe die Flugabwehr zu einem besseren Schutz der Anlagen aufgefordert.

"Die FĂŒhrung der LuftstreitkrĂ€fte muss beim Schutz deutlich schneller reagieren", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er habe dies bei einem Treffen mit dem Verteidigungsminister und den Kommandeur der LuftstreitkrĂ€fte erklĂ€rt. Im ganzen Land gibt es massive Strom- und HeizungsausfĂ€lle.

Die Lage sei nicht nur in der Hauptstadt Kiew schwierig, sondern unter anderem auch in den Regionen Charkiw, Saporischschja, Dnipropetrowsk, Tschernihiw und Sumy. "Klar, in Kiew gibt es jetzt die meisten Herausforderungen", sagte Selenskyj. "Ein Großteil der HĂ€user hat keine Heizung, darunter auch solche, die schon seit langer Zeit ohne Heizung sind."

Die bisherigen Ergebnisse seien nicht ausreichend, kritisierte der PrÀsident. "Ich erwarte von den Kiewer Behörden, dass sie ihre Arbeit verstÀrken - viele StÀdte und Gemeinden sind bereit zu helfen", sagte er. "Ich habe die Regierung beauftragt, zusÀtzliche Ressourcen bereitzustellen." Es brauche auch mehr WÀrmestellen.

Selenskyj will nÀchstes Treffen mit Russen vorverlegen

Selenskyj traf sich in Kiew auch mit seiner Delegation, die am Freitag und Samstag unter US-Vermittlung in Abu Dhabi direkte Verhandlungen mit der russischen Seite gefĂŒhrt hatte. "Nach langer Zeit gab es wieder ein Treffen mit den Amerikanern und Russen. Wir haben verschiedene Fragen eher militĂ€rischer Natur besprochen - Maßnahmen zur Beendigung des Krieges", sagte Selenskyj. Dabei sei es auch um die Kontrolle und Überwachung eines möglichen kĂŒnftigen Waffenstillstands gegangen, sagte er.

VorlĂ€ufig sei geplant, dass sich die Teams erneut am nĂ€chsten Sonntag treffen. "Es wĂ€re gut, wenn dieses Treffen vorgezogen werden könnte", sagte Selenskyj. Russland dĂŒrfte den Verhandlungsprozess nicht fĂŒr seine Zwecke nutzen, nötig sei vielmehr Druck auf Moskau, den Krieg zu beenden. "Die Partner dĂŒrfen das nicht vergessen", sagte Selenskyj.

Die Ukraine wehrt sich seit bald vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Bei den Verhandlungen ist bisher eine Einigung nicht in Sicht. Moskau sieht die GesprÀche erst am Anfang.

@ dpa.de