Begrenzte, Waffenruhe

Begrenzte Waffenruhe: Selenskyj gibt Zusicherungen

30.01.2026 - 11:36:19

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat fĂŒr eine mögliche begrenzten Waffenruhe mit Russland die Einstellung ukrainischer Attacken auf russische Objekte in Aussicht gestellt.

"Wenn Russland nicht auf unsere Energieanlagen feuert, dann werden wir ihre nicht angreifen", sicherte der Staatschef in einem GesprÀch mit Journalisten zu. Zusicherungen aus Moskau lagen jedoch nicht vor.

Selenskyj zufolge sei der Vorschlag fĂŒr eine derartige Waffenruhe von den USA gekommen. Einen direkten Kontakt zwischen Moskau und Kiew habe es nicht gegeben.

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte zuvor gesagt, dass er Russlands Staatschef Wladimir Putin persönlich um einen Stopp russischer Luftangriffe fĂŒr eine Woche fĂŒr die Zeit erwarteter schwerer Fröste gebeten habe. Putin habe zugestimmt, sagte Trump. Dem waren Berichte in russischen MilitĂ€rblogs vorangegangen, wonach bereits am Donnerstagmorgen ein Befehl zum Stopp von Angriffen auf zivile Infrastrukturobjekte ergangen sei.

Selenskyj lÀdt Putin zu Verhandlungen nach Kiew ein

Der ukrainische Staatschef ging dabei auch auf russische Äußerungen zu direkten GesprĂ€chen zwischen Selenskyj und Putin in Moskau ein. "Fraglos ist das unmöglich, dass ich mich mit Putin in Moskau treffe", sagte Selenskyj. Das wĂ€re gleich einem Treffen der StaatsoberhĂ€upter der verfeindeten Staaten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. "Ich lade ihn ein, wenn er sich dazu natĂŒrlich entschließt", sagte der Ukrainer.

Die Fortsetzung der von Washington vermittelten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) werde fĂŒr Sonntag erwartet. "Doch können sich Datum und Ort noch Ă€ndern", sagte Selenskyj.

Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Auf DrÀngen und mit Vermittlung Washingtons haben eine russische und eine ukrainische Delegation in Abu Dhabi am vergangenen Wochenende seit lÀngerem wieder direkt verhandelt.

@ dpa.de