EVP-Fraktionschef, Weber

EVP-Fraktionschef Weber und Selenskyj fordern Freigabe von EU-Geld

23.01.2024 - 20:11:36

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj und der Fraktionschef der EuropÀischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber (CSU), haben eine Freigabe von 50 Milliarden Euro EU-Geld gefordert.

Selenskyj sagte bei dem Treffen am Dienstag in Kiew, sein Land setze auf die Freigabe der mehrjĂ€hrigen Finanzhilfen bei einer Sondersitzung des EuropĂ€ischen Rats am 1. Februar. Gleichzeitig dankte der Staatschef den europĂ€ischen Partnern fĂŒr die gewĂ€hrte UnterstĂŒtzung, insbesondere bei Flugabwehrsystemen.

Die EuropĂ€ische Union mĂŒsse bei den Finanzhilfen liefern, sagte auch Weber. "Es gibt keine Option des Scheiterns in der nĂ€chsten Woche", sagte der Vorsitzende der christdemokratischen Fraktion im Europaparlament. "Das ist gut ausgegebenes Geld der europĂ€ischen Steuerzahler zur Stabilisierung der Ukraine." Er selbst wolle mit seiner Reise der Ukraine die volle UnterstĂŒtzung durch die EuropĂ€ische Volkspartei zusichern.

Ebenso mĂŒsse BrĂŒssel wie versprochen bis zum FrĂŒhjahr eine Million Artilleriegranaten im Nato-Kaliber 155 Millimeter liefern, sagte Weber. Eine StĂ€rkung der Flugabwehr besonders fĂŒr das sĂŒdukrainische Gebiet Odessa sei auch erforderlich. "Als Deutscher möchte ich unterstreichen, dass die Lieferung von Taurus-Raketen jetzt benötigt wird, nicht in einigen Monaten oder Jahren", sagte der CSU-Vertreter. Damit könne die ukrainische Armee die Infrastruktur Russlands hinter der Frontlinie angreifen. Kanzler Olaf Scholz (SPD) will diese hochprĂ€zisen Lenkflugkörper bislang nicht an Kiew abgeben.

Neben Selenskyj traf Weber den Vorsteher der 2018 gegrĂŒndeten Orthodoxen Kirche der Ukraine sowie Unternehmenschefs und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen. Die Ukraine wehrt seit fast zwei Jahren eine russische Invasion ab. Die Entscheidung ĂŒber mehrjĂ€hrige EU-Finanzhilfen fĂŒr das angegriffene Land ist seit dem vergangenen Dezember blockiert.

@ dpa.de