ROUNDUP, MLP

MLP will nach Gewinnknick wieder mehr verdienen - Umbau belastet 2025

12.03.2026 - 12:47:45 | dpa.de

Der Umbau seines ImmobiliengeschÀfts hat den Finanzdienstleister MLP DE0006569908 2025 trotz Rekorderlösen Gewinn gekostet.

In diesem Jahr will Unternehmenschef Uwe Schroeder-Wildberg das Betriebsergebnis aber wieder hochtreiben. Mittelfristig strebt das Management dann noch bessere Werte an, wie MLP bekrĂ€ftigte. An der allgemein schwĂ€chelnden Börse reichten die Aussagen vom Donnerstag jedoch nicht fĂŒr nachhaltige Gewinne aus.

Nach einem anfÀnglich leichten Kursaufschlag drehten die im SDax DE0009653386 notierten MLP-Papiere bis zum spÀten Vormittag ins Minus, zuletzt stand ein Abschlag von 0,4 Prozent zu Buche. Nach einer StÀrkephase waren die Aktien im Oktober auf ein Tief seit rund einem Jahr gefallen, von dem sie sich bis Mitte Februar vollstÀndig erholt hatten, bevor der Iran-Krieg allgemein auf den Kursen lastete. Das bisherige Plus im laufenden Jahr ist inzwischen auf gut ein Prozent zusammengeschmolzen.

Analyst Gerhard Schwarz von der Baader Bank lobte unterdessen das jĂŒngste Zahlenwerk. Dank eines starken Schlussquartals habe MLP die Erwartungen an das vergangene Jahr erfĂŒllt, schrieb er. Das dĂŒrfte am Markt wieder ein wenig fĂŒr Zutrauen in das Unternehmen sorgen, nachdem die beiden vorangegangenen Quartale schwĂ€cher ausgefallen seien. Den Ausblick auf das neue Jahr hĂ€lt er eher fĂŒr konservativ.

Wie MLP in Wiesloch mitteilte, soll 2026 das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 100 bis 110 Millionen Euro steigen. Dazu setzt das Unternehmen neben einer fortgesetzten "erfolgreichen" GeschĂ€ftsentwicklung auch auf den verstĂ€rkten Einsatz von KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) und ein weiterhin striktes Kostenmanagement.

2025 war das operative Ergebnis indes auf 87,9 Millionen Euro gesunken, nach 95 Millionen im Vorjahr. Grund war eine Neuorientierung im ImmobiliengeschĂ€ft. Der Finanzdienstleister hatte bereits im November mitgeteilt, sich beim Tochterunternehmen "Deutschland.Immobilien" kĂŒnftig nur noch auf das Vermitteln und die Konzeptionierung von Immobilienprojekten zu konzentrieren und keine Entwicklungsprojekte mehr aufzusetzen. Seinerzeit hatte MLP deshalb seine Jahresprognose gesenkt. Zugleich warnte der Finanzdienstleister bereits damals, dass wegen Sondereffekten das Ergebnis womöglich noch geringer ausfallen könnte.

Letztendlich ergab sich durch die Anpassung im Immobilienbereich ein negativer Einmaleffekt von mehr als 9 Millionen Euro, wie aus der aktuellen Mitteilung hervorgeht. Diesen herausgerechnet wĂ€re das Betriebsergebnis im vergangenen Jahr auf 97,1 Millionen Euro gestiegen, hieß es von MLP weiter. FĂŒr die AktionĂ€re soll es nun eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Dividende von 36 Cent je Aktie geben.

Neue GeschĂ€ftspotenziale will sich MLP kĂŒnftig etwa in der Beratung von Familienkunden erschließen, auch das FirmenkundengeschĂ€ft soll gezielt ausgebaut werden. Bis Ende 2028 plant die FĂŒhrungsspitze deshalb unverĂ€ndert mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses auf 140 bis 155 Millionen Euro und einem Zuwachs der Gesamterlöse auf 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro - 2025 waren diese auf einen bisherigen Höchstwert von 1,08 Milliarden Euro geklettert.

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