Tesla erhöht GehĂ€lter in GrĂŒnheide um vier Prozent
02.12.2025 - 16:27:39 | dpa.deWie das Unternehmen mitteilte, gilt die Erhöhung rĂŒckwirkend seit dem 1. Dezember.
"Wie auch in den vergangenen Jahren haben wir diese Anpassung eigenstĂ€ndig und ohne gewerkschaftlichen Einfluss umgesetzt. Sie basiert wie auch in den vergangenen Jahren auf unserem Versprechen an unsere Mitarbeitenden, die GehĂ€lter regelmĂ€Ăig zu ĂŒberprĂŒfen", sagte Personalchef Erik Demmler einer Mitteilung zufolge.
Die IG Metall fordert weiterhin die EinfĂŒhrung eines Tarifvertrags bei Tesla. "Die Lohnerhöhung bei Tesla ist absolut berechtigt und auch notwendig, das haben sich die BeschĂ€ftigten verdient", sagte Jan Otto, Bezirksleiter der Gewerkschaft fĂŒr Berlin, Brandenburg und Sachsen. "Allerdings bleibt die Bezahlung bei Tesla auch nach dieser Lohnerhöhung weiterhin deutlich hinter dem branchenĂŒblichen Niveau in der Autoindustrie in Deutschland zurĂŒck."
IG Metall: Tesla-Vergleich zu Jahresentgelt irrefĂŒhrend
Bei Tesla gibt es bislang keinen Tarifvertrag, der Elektroautobauer wehrt sich vehement dagegen. Auch deswegen ist das VerhÀltnis zwischen Tesla und der Gewerkschaft IG Metall angespannt.
Laut Tesla liegt das Einstiegsjahresgehalt von Produktionsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern nach der Erhöhung "nun rund 6.000 Euro ĂŒber dem einschlĂ€gigen tariflichen Jahresentgelt, welches fĂŒr Berlin, Brandenburg und Sachsen gilt". Das seien 14,5 Prozent mehr als der Tariflohn.
Nach Ansicht der IG Metall ist dieser Vergleich irrefĂŒhrend. "Die Tesla-GeschĂ€ftsfĂŒhrung redet den Tarifvertrag schlecht, indem sie dessen niedrigste Entgeltgruppe heranzieht. In Automobilwerken sind die untersten beiden Entgeltgruppen aber gar nicht vergeben", sagte Bezirksleiter Otto. "Wenn man noch die lĂ€ngeren Arbeitszeiten bei Tesla berĂŒcksichtigt, liegt der Abstand zum Tarifvertrag bei 30 bis 35 Prozent."
Die einseitige AnkĂŒndigung von Lohnerhöhungen durch eine Firmenleitung ersetze keinen Tarifvertrag, in dem weit mehr geregelt werden könne, sagte Otto. Zuletzt forderte die Gewerkschaft beispielsweise die Zahlung eines Weihnachtsgeldes von mindestens 1.500 Euro.
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