Nike vorsichtig fĂŒr Start des neuen GeschĂ€ftsjahres - Aktie fĂ€llt
21.03.2024 - 23:13:37 | dpa.deWie Finanzchef Matthew Friend am Donnerstag nach US-Börsenschluss in einer Telefonkonferenz zu den aktuellen Drittquartalszahlen sagte, dĂŒrften die Erlöse im ersten Halbjahr des kommenden GeschĂ€ftsjahres 2024/25 im niedrigen einstelligen Prozentbereich fallen. Dass fĂŒrs Gesamtjahr 2024/25 ein Erlösplus angepeilt wird, geriet ebenso in den Hintergrund wie die teils besser als gedachte Entwicklung im abgelaufenen Quartal. Die Aktie drehte nachbörslich nach anfĂ€nglichen Gewinnen rasch ins Minus.
Nike will das Angebot an sportlichen Freizeitschuhen wie den Air Force 1s anpassen und bei Pegasus-Laufschuhen vor der EinfĂŒhrung neuer Produkte vorsichtiger agieren.
Zuletzt sank der Kurs um fast sieben Prozent auf 93,90 US-Dollar. Im HauptgeschĂ€ft wĂ€re der jĂŒngste Stabilisierungsversuch damit dahin; der im Dezember gestartete AbwĂ€rtstrend ginge weiter.
Bereits bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten GeschĂ€ftsquartal hatte die Nike-FĂŒhrung die AktionĂ€re auf eine schwĂ€chere Umsatzentwicklung in der zweiten HĂ€lfte des noch laufenden GeschĂ€ftsjahres eingestimmt. Der Aktienkurs von damals mehr als 120 Dollar war daraufhin eingebrochen und hatte zuletzt um die Marke von 100 Dollar gependelt.
Im abgelaufenen dritten GeschĂ€ftsquartal stĂŒtzten indes gute GeschĂ€fte in GroĂchina und dem Heimatmarkt USA den Konzern. In den drei Monaten bis Ende Februar erzielte Nike einen Umsatz von 12,4 Milliarden US-Dollar (11,4 Mrd Euro), was ein Hauch mehr war als im Vorjahreszeitraums. Dabei legten die Erlöse in Nordamerika um rund 3 Prozent zu, die im ebenfalls wichtigen Markt GroĂchina um rund 5 Prozent. Analysten hatten etwas weniger Konzernumsatz erwartet.
Im Dezember hatte Nike ebenfalls ein milliardenschweres Sparprogramm angekĂŒndigt, mit dem auch eine schwĂ€chere Erlösentwicklung aufgefangen werden soll. So bekamen nicht weniger Modeunternehmen in der jĂŒngeren Vergangenheit die KaufzurĂŒckhaltung von Kunden zu spĂŒren, denen die hohe Inflation und wirtschaftliche Unsicherheiten zu schaffen machten.
Fortschritte machte das Unternehmen nun bei der Bruttogewinnmarge, wenngleich sich Analysten im Durchschnitt etwas mehr erhofft hatten. Diese stieg im dritten GeschÀftsquartal um 150 Basispunkte auf 44,8 Prozent. Dabei profitierte das Unternehmen von Preisanpassungen sowie von niedrigeren Fracht- und Logistikkosten. Das wurde teilweise unter anderem durch Restrukturierungskosten aufgezehrt.
Unter dem Strich verdiente Nike im dritten GeschÀftsquartal mit 1,17 Milliarden Dollar 5 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Derweil gelang Nike am Donnerstag ein Coup. Der Deutsche FuĂball-Bund lĂ€sst den Vertrag mit Dauerpartner Adidas DE000A1EWWW0 auslaufen und wird ab 2027 von Nike US6541061031 ausgestattet. Diese einschneidende und vollkommen unerwartete Entscheidung hatte der DFB verkĂŒndet. "Die kĂŒnftige Partnerschaft ermöglicht es dem DFB, auch in der kommenden Dekade zentrale Aufgaben mit Blick auf eine umfassende Entwicklung des FuĂballs in Deutschland wahrzunehmen", sagte PrĂ€sident Bernd Neuendorf.
Adidas DE000A1EWWW0 wurde von dem Ende der mehr als 70-jĂ€hrigen Partnerschaft offenbar ĂŒberrascht. "Wir sind vom DFB heute darĂŒber informiert worden, dass der Verband ab 2027 einen neuen AusrĂŒster haben wird", teilte ein Sprecher des Unternehmens auf dpa-Anfrage mit.
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