Ergebnisse, Produktion/Absatz

Walmart hebt Jahresprognose dank SchnÀppchenjÀgern an - Aktie steigt

15.08.2024 - 16:58:08

Der US-Supermarktkonzern Walmart US9311421039 will im laufenden GeschÀftsjahr stÀrker wachsen als bislang angegeben.

Das US-Unternehmen rechnet nun mit einem Anstieg des Nettoumsatzes ohne WĂ€hrungseffekte zwischen 3,75 und 4,75 Prozent, wie es am Donnerstag bekanntgab. Bislang standen 3,0 bis 4,0 Prozent auf dem Zettel. Die Walmart-Aktie legte im New Yorker Handel zuletzt um fast 7 Prozent auf rund 73 US-Dollar zu. Seit Jahresbeginn hat der Anteilschein um 40 Prozent zugelegt.

Die Messlatte sei hoch gewesen, aber der Handelskonzern habe sie ĂŒbersprungen, kommentierte Analyst Steven Shemesh die Quartalszahlen. Dies bestĂ€tige seine EinschĂ€tzung, dass die Aktie Kurspotenzial berge. Laut Analyst Christopher Horvers von der US-Bank JPMorgan hat Walmart ein insgesamt starkes Zahlenwerk vorgelegt.

Der Shopping-Riese erhöhte auch seine Ziele fĂŒr das operative Ergebnis und den bereinigten Gewinn je Aktie. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn soll im laufenden GeschĂ€ftsjahr um 6,5 bis 8,0 Prozent zulegen, nach zuvor erwarteten 4,0 bis 6,0 Prozent. Je Aktie plant Walmart jetzt mit einem bereinigten Gewinn zwischen 2,35 und 2,43 Dollar. Zuvor hatte der Supermarktkonzern hier 2,23 bis 2,37 Dollar erwartet.

Im bis Ende Juli laufenden zweiten GeschĂ€ftsquartal stieg der Umsatz auf 169,3 Milliarden Dollar (rund 155 Milliarden Euro) - ein Plus von 4,8 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal. Bei konstanten Wechselkursen war der Zuwachs etwas grĂ¶ĂŸer. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 7,2 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Der Walmart zurechenbare Nettogewinn schrumpfte gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum hingegen um 43 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte sich das Unternehmen einen hohen Sonderertrag gutschreiben können. Walmart erzielte einen bereinigten Gewinn von 0,67 Dollar pro Aktie und ĂŒbertraf damit die durchschnittliche AnalystenschĂ€tzung leicht.

Der Lebensmittelhandel, der rund 60 Prozent des US-Umsatzes des Konzerns ausmacht, boomt weiter und der EinzelhĂ€ndler gewinnt ĂŒber alle Einkommensklassen hinweg an Umsatz, Marktanteil und Kunden. Vor allem wohlhabendere Kunden waren dafĂŒr ein wichtiger Faktor. Der Online-Handel wuchs in den USA um mehr als ein FĂŒnftel. Der internationale Umsatz von Walmart stieg um 8,3 Prozent, angefĂŒhrt von Walmex in Mexiko und Zentralamerika und vom GeschĂ€ft in China.

Walmart sieht sich als Anbieter von Produkten des tĂ€glichen Bedarfs derzeit weniger mit den negativen Folgen wirtschaftlicher Unsicherheit und hoher ZinssĂ€tze fĂŒr die Kunden konfrontiert. Die US-Amerikaner sparen stattdessen eher bei kostspieligeren Posten wie Reisen, Möbeln und Renovierungsarbeiten an ihrem Haus. Die AbschwĂ€chung des Konsumklimas spĂŒren dagegen etwa die Baumarktkette Home Depot US4370761029 und der MöbelhĂ€ndler Wayfair US94419L1017. Walmart-Finanzchef John David Rainey verwies dennoch auf die anhaltende Unsicherheit angesichts der bevorstehenden US-PrĂ€sidentschaftswahl und der geopolitischen Unruhen im Nahen Osten.

@ dpa.de | US9311421039 ERGEBNISSE