Ergebnisse, Produktion/Absatz

Norma Group mit etwas weniger Umsatz und operativem Gewinn

13.02.2024 - 10:12:19 | dpa.de

Der Verbindungstechnik-Spezialist Norma Group DE000A1H8BV3 hat im Schlussquartal 2023 vor allem die wochenlangen Streiks bei US-amerikanischen Fahrzeugherstellern zu spĂŒren bekommen.

Der Umsatz schrumpfte im Gesamtjahr laut vorlĂ€ufigen Zahlen um 1,6 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro, wie das im SDax DE0009653386 notierte Unternehmen am Dienstag in Maintal mitteilte. Zum RĂŒckgang trug aber auch der ĂŒbers Jahr gesehen starke Euro bei, aus eigener Kraft legte der Erlös um 0,7 Prozent zu. Die Aktie legte im frĂŒhen Handel um sechs Prozent zu.

WĂ€hrend es im vergangenen Jahr fĂŒr Norma Group in Europa und in der Region Asien-Pazifik besser lief, verlor das Unternehmen hingegen einen Teil des GeschĂ€fts in den USA. Dort sorgten extrem schlechtes Wetters mit Überschwemmungen im FrĂŒhjahr und Streiks bei den drei großen Autobauern Ford, Stellantis und Generals Motors im Herbst fĂŒr UmsatzrĂŒckgĂ€nge.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 97,5 Millionen Euro 1,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, die entsprechende Marge blieb mit 8,0 Prozent stabil. Das war allerdings mehr operativer Gewinn, als Analysten zuvor erwartet hatten. FĂŒr Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank trafen indes die Zahlen die Erwartungen. Er verwies aber auf den starken operativen Nettobarmittelzufluss. Der Ausblick auf 2024 dĂŒrfte hingegen konservativ ausfallen, auch weil das Unternehmen wohl - anders als in den vergangenen Jahren - nicht wieder enttĂ€uschen wolle.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir kĂŒnftig in unseren drei strategischen GeschĂ€ftsbereichen Wassermanagement, Industrieanwendungen sowie MobilitĂ€t und Neue Energien weiteres profitables Wachstum erreichen werden", sagte Vorstandschef Guido Grandi. Mit seinem "Verbesserungsprogramm" habe der Konzern hier einen wichtigen Grundstein gelegt und erste Erfolge erzielt. Im Schlussquartal konnte Norma Group die operative Marge deutlich anheben.

Norma hatte unter dem vorherigen Interimschef Miguel Ángel LĂłpez Borrego im Mai 2023 ein Effizienz- und Wachstumsprogramm auf den Weg gebracht. Mit diesem will der Vorstand das Wachstum in den Bereichen Wassermanagement und Industrieanwendungen durch den Gewinn von stabilem GeschĂ€ft verstĂ€rken. Im Bereich MobilitĂ€t und Neue Energien will er diesbezĂŒglich noch fokussierter und selektiver vorgehen. Entscheidungen ĂŒber langfristige Investitionen sollen deshalb kĂŒnftig verstĂ€rkt von den einzelnen strategischen GeschĂ€ftseinheiten getroffen werden.

Auch mögliche Übernahmeziele sollen stetig analysiert werden. Unter anderem will das Management das WassergeschĂ€ft in Europa ergĂ€nzen. Zudem sollen die GeschĂ€ftsablĂ€ufe etwa durch vereinheitlichte IT-Systeme weiter verbessert werden. Die KomplexitĂ€t in der Liefer- und Logistikkette könnte etwa durch den Ausbau der Direktlieferungen an Kunden und den gleichzeitigen Abbau der LagerbestĂ€nde verringert werden.

Norma stellt Verbindungsteile unter anderem fĂŒr SchlĂ€uche und Leitungen her, Abnehmer sind vor allem die Autoindustrie und die Agrarwirtschaft. Das Unternehmen legt die detaillierten Zahlen mit dem Nettoergebnis sowie den Ausblick 2024 am 26. MĂ€rz vor.

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