Ergebnisse, Produktion/Absatz

Norma kÀmpft mit schwachem Umfeld in Asien und Europa - Aktie fÀllt

13.08.2024 - 10:01:47 | dpa.de

Der Verbindungstechnikhersteller und Autozulieferer Norma Group DE000A1H8BV3 hadert weiter mit einer trÀgen Wirtschaft in China und Europa.

WĂ€hrend das GeschĂ€ft rund ums Wassermanagement in Amerika Schub gab, machen die schwache Autokonjunktur in Europa und die wirtschaftliche Lage in China Sorgen. Konzernchef Guido Grandi sah die Entwicklung zwar insgesamt wie erwartet und bestĂ€tigte die Jahresprognosen. Die im SDax DE0009653386 notierte Aktie gab allerdings nach Handelsbeginn spĂŒrbar nach.

Das Papier fiel um 5,1 Prozent auf 14,92 Euro. Im bisherigen Jahr hat der Kurs damit fast 7 Prozent eingebĂŒĂŸt. Angesichts der SchwĂ€che auf den Pkw- und NutzfahrzeugmĂ€rkten habe Norma bei der ProfitabilitĂ€t solide abgeschnitten, schrieb Baader-Bank-Analyst Peter Rothenaicher. Die Sparmaßnahmen lieferten Resultate, vor allem in der Logistik habe Norma die Kosten gesenkt. Der Umsatz dĂŒrfte auf Jahressicht allerdings nur im unteren Drittel der Prognosespanne landen, schĂ€tzte der Experte.

Derzeit macht Autozulieferern zu schaffen, dass die Autoproduktion der Hersteller vor allem in Europa schwÀcher ausfÀllt als zuvor gedacht und auch in China die MÀrkte nicht mehr brummen. Auch die Lkw-Hersteller Àchzen unter dem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld in Europa, in welchem Speditionen mit der Bestellung neuer Trucks zögern.

Der Erlös von Norma ging im zweiten Quartal um 5,5 Prozent auf 306,3 Millionen Euro zurĂŒck, wie das Unternehmen am Dienstag im hessischen Maintal mitteilte. Vor allem die schwache Fahrzeugproduktion in Europa und die trĂŒbe Konjunktur in China belasteten, wĂ€hrend in der Region Amerika das GeschĂ€ft mit Wassermanagement wuchs.

"Die weltweit verhaltene Entwicklung in mehreren Industriesektoren hat sich zwar spĂŒrbar auf unser GeschĂ€ftsvolumen ausgewirkt", sagte Konzernchef Grandi. "Dank unserer 2023 gestarteten Effizienzmaßnahmen im Rahmen des 'Step Up'-Programms haben wir aber solide gewirtschaftet und eine robuste Marge erzielt."

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging mit minus 3,6 Prozent auf 26,1 Millionen Euro weniger stark zurĂŒck als der Erlös. Die entsprechende Marge fiel mit 8,5 Prozent leicht besser aus als ein Jahr zuvor und lag ĂŒber den SchĂ€tzungen von Analysten. Unter dem Strich stand ein GewinnrĂŒckgang auf 6,5 Millionen Euro nach 10,6 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Grandi geht im Gesamtjahr weiter von einem Konzernumsatz von rund 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro aus. Im Vorjahr waren es 1,22 Milliarden. Die operative Marge soll im Bereich von 8,0 bis 8,5 Prozent liegen nach 8,0 Prozent 2023.

Norma fertigt vor allem Rohr-, Schlauch- und Steckverbinder sowie Schlauchschellen. Sie kommen unter anderem in der Automobilindustrie und in BewÀsserungssystemen in der Landwirtschaft zum Einsatz. Das Unternehmen beschÀftigt insgesamt inklusive Leiharbeit rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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