Baustoffhersteller Knauf wird Russland-GeschÀft nicht los
07.10.2025 - 15:26:22Die seit mehr als einem Jahr intensiv gefĂŒhrten GesprĂ€che seien nicht in eine Vereinbarung gemĂŒndet, teilte Knauf im unterfrĂ€nkischen Iphofen (Landkreis Kitzingen) mit. Der Verhandlungspartner habe die GesprĂ€che abgebrochen. Um wen es sich bei dem Kaufinteressenten gehandelt hatte, teilte Knauf nicht mit.
Lokales Management fĂŒhrt GeschĂ€ft
Einer frĂŒheren Mitteilung zufolge beschĂ€ftigt Knauf in Russland rund 4.500 Mitarbeiter und damit mehr als zehn Prozent seiner weltweiten Belegschaft. Das Unternehmen stehe weiter zu seinem Plan, sich nach dem Ăberfall Russlands auf die Ukraine aus dem Land zurĂŒckzuziehen. Die GeschĂ€fte wĂŒrden vom lokalen Management gefĂŒhrt. Es flössen keine Gewinne aus dem Russland-GeschĂ€ft der Knauf-Gruppe zu. Unterdessen soll ein neues GeschĂ€ft in der Ukraine aufgebaut werden.
"Ebenfalls im Einklang mit den geltenden Sanktionen, denen Knauf streng folgt, werden seit Jahren keine Waren mehr aus Russland in die EU exportiert bzw. von dort nach Russland importiert", heiĂt es in der Mitteilung weiter.
Vor Monaten waren VorwĂŒrfe aufgetaucht, Knauf verhalte sich in Russland möglicherweise nicht im Einklang mit den geltenden Sanktionen und unterstĂŒtze Russland mit Baustoffen. Das Unternehmen hatte dazu mitgeteilt, Knauf-Erzeugnisse wĂŒrden in Russland ausschlieĂlich an den unabhĂ€ngigen Baustoffhandel verkauft. Einfluss auf VerkĂ€ufe der HĂ€ndler habe das Unternehmen jedoch nicht.
Ăber 15 Milliarden Euro Umsatz
Die Knauf Gruppe betreibt als international agierendes Familienunternehmen nach eigenen Angaben mehr als 320 ProduktionsstĂ€tten und Vertriebsorganisationen in ĂŒber 90 LĂ€ndern. 2024 erwirtschaftete Knauf mit weltweit 43.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 15,6 Milliarden Euro.

