CDU-Sicherheitsexperte, Sicherheit

CDU-Sicherheitsexperte: Nicht in falscher Sicherheit wiegen

26.09.2025 - 05:40:12

Der Vorsitzende des Geheimdienst-Gremiums des Bundestages, der CDU-Politiker Marc Henrichmann, warnt nach DrohnenvorfĂ€llen an mehreren dĂ€nischen FlughĂ€fen vor dem GefĂŒhl "falscher Sicherheit" an deutschen Airports.

"FlughĂ€fen sind zentrale Punkte unserer kritischen Infrastruktur und immer hĂ€ufiger Ziele hybrider Angriffe - von DrohnenĂŒberflĂŒgen bis zu Cyberattacken", sagte Henrichmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir dĂŒrfen uns nicht in falscher Sicherheit wiegen, sondern mĂŒssen widerstandsfĂ€higer werden und schneller reagieren", betonte er. "Gerade im Bereich sensibler Infrastrukturen wie FlughĂ€fen haben wir Nachholbedarf", hob der Vorsitzende des geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) hervor.

Über mehreren FlughĂ€fen DĂ€nemarks waren in den vergangenen Tagen Drohnen gesichtet worden. Die dĂ€nischen Behörden haben nach eigener Darstellung keine klaren Beweise fĂŒr die Verantwortlichen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte gestern im Bundestag eine AufrĂŒstung bei der Drohnenabwehr und eine Reform des Luftsicherheitsgesetzes angekĂŒndigt.

Der GrĂŒnen-Sicherheitsexperte Konstantin von Notz warf Dobrindt "massive VersĂ€umnisse" beim Thema Drohnenabwehr vor. "Mittlerweile erleben wir fast tĂ€glich DrohnenĂŒberflĂŒge", stellte von Notz in den Funke-Zeitungen fest. Deutschland mĂŒsse seine FĂ€higkeiten zur Detektion und Abwehr von Drohen verbessern. Hier seien alle Beteiligten gefordert, die Polizeien auf Landes- und Bundesebene, die Bundeswehr und die Nachrichtendienste. Grundlage mĂŒsse zunĂ€chst ein gemeinsam erstelltes Gesamtlagebild sein. Der im Kanzleramt einzurichtende Sicherheitsrat wĂ€re das Gremium, in dem alle FĂ€den zusammenlaufen mĂŒssten, betonte von Notz, der auch stellvertretender PKGr-Vorsitzender ist.

@ dpa.de