Ergebnisse, Produktion/Absatz

Waferhersteller Siltronic senkt Prognose - Aktie fÀllt deutlich

26.04.2024 - 15:14:03 | dpa.de

Der Waferhersteller Siltronic DE000WAF3001 wird wegen einer anhaltenden NachfrageschwĂ€che fĂŒr das laufende Jahr pessimistischer.

So erwartet das Unternehmen eine weitere Verzögerung der Markterholung, da die Kunden ihre hohen LagerbestĂ€nde langsamer abbauen als erhofft. Dies wird bei Siltronic zu weiteren Lieferverschiebungen fĂŒhren.

Die Aktie geriet am Freitagnachmittag deutlich unter Druck und sank zeitweilig um fast elf Prozent auf 68,50 Euro - das tiefste Niveau seit Juli 2023. Danach dÀmmte der Wert seine Verluste deutlich ein. Zuletzt gab der Kurs noch 5,7 Prozent nach. Damit weitete das Papier seine Verluste im laufenden Jahr auf rund 18 Prozent aus.

Siltronic erwartet fĂŒr 2024 nun einen UmsatzrĂŒckgang von etwa zehn Prozent, wie das MDax DE0008467416-Unternehmen am Freitag in MĂŒnchen mitteilte. Die Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll auf 21 bis 25 Prozent zurĂŒckgehen. Bislang hatte Siltronic einen Umsatz sowie eine Ebitda-Marge in der GrĂ¶ĂŸenordnung des Vorjahres in Aussicht gestellt, wobei die Marge zusĂ€tzlich um bis zu drei Prozentpunkte durch die Anlaufkosten einer neuen Fabrik belastet werden könnte.

Der Konzernerlös lag 2023 bei gut 1,5 Milliarden Euro, die Ebitda-Marge bei 28,7 Prozent. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) rechnet der Waferhersteller fĂŒr dieses Jahr weiterhin mit einem deutlichen RĂŒckgang.

Die anhaltend hohen LagerbestĂ€nde dĂŒrften das gesamte Jahr prĂ€gen, so Siltronic. Das Unternehmen sei daher von zusĂ€tzlichen Lieferverschiebungen von Kunden betroffen, die sich insbesondere auf das zweite Halbjahr 2024 auswirkten. Zudem kann Siltronic wegen bestimmter Verzögerungen weniger auf die neue Fabrik abschreiben als erhofft, diese dĂŒrften unter 300 Millionen Euro liegen. Der Abschreibungsbeginn verschiebe sich außerdem in das vierte Quartal.

Siltronic fĂ€hrt auch seine Investitionen zurĂŒck, die nun leicht unter 550 Millionen Euro erwartet werden, nach zuvor in Aussicht gestellten weniger als 600 Millionen. Der Mittelfluss wird gegenĂŒber dem Vorjahr deutlich verbessert, jedoch weiterhin "signifikant" negativ erwartet.

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