Rohstoffe, Deutschland

Wasserverband bekrÀftigt Nein zu Tesla-ErweiterungsplÀnen

03.04.2024 - 15:52:11

Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) lehnt auch die verĂ€nderten PlĂ€ne einer Erweiterung des Tesla US88160R1014-Werks in GrĂŒnheide ab.

Der WSE könne dem Plan "nicht zustimmen", hieß es in einem Schreiben des Verbandes im Rahmen der aktuellen öffentlichen Beteiligung zu den PlĂ€nen. Die PlĂ€ne seien unter anderem nicht mit dem festgesetzten Wasserschutzgebiet in Einklang zu bringen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Verband aus diesen GrĂŒnden eine Erweiterung abgelehnt. ZunĂ€chst hatte die "MĂ€rkische Oderzeitung" berichtet.

Zudem sei der WSE nicht mehr in der Lage, weitere Baugebiete mit Trinkwasser zu versorgen, hieß es in dem Schreiben. Denn die genehmigten Wasserentnahmemengen seien durch das Land Brandenburg begrenzt und bereits ausgeschöpft. Auch bei der Schmutzwasserentsorgung sei man bereits am Limit.

Tesla hatte zuletzt angegeben, fĂŒr seine Erweiterung nicht mehr Wasser zu brauchen. Das Unternehmen sei bereit, auf Wassermengen der ersten Ausbaustufe zu verzichten - darĂŒber werde mit dem zustĂ€ndigen WSE verhandelt, hieß es zuletzt. Der WSE versorgt 170 000 Menschen im Verbandsgebiet und beliefert auch Tesla durch einen Vertrag jĂ€hrlich mit bis zu 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser.

Tesla will mit den neuen PlĂ€nen nur die HĂ€lfte der ĂŒber 100 Hektar, die ursprĂŒnglich zur Rodung fĂŒr die Erweiterung des GelĂ€ndes vorgesehen waren, roden. Damit trage die Gemeindeverwaltung und das Unternehmen dem Wunsch der BĂŒrger Rechnung, hieß es aus der Gemeinde GrĂŒnheide. Die Einwohner hatten sich vor Wochen in einem BĂŒrgerentscheid gegen die Rodung von 100 Hektar Wald und damit die Erweiterung der FlĂ€che von Tesla ausgesprochen.

@ dpa.de | US88160R1014 ROHSTOFFE