Wiener Börse Schluss: ATX geht höher ins Wochenende
31.01.2025 - 18:17:21 | dpa.deDer Leitindex ATX AT0000999982 legte 0,32 Prozent auf 3.864,38 Einheiten zu. Auf Monatssicht verbuchte der ATX ein Plus von 5,5 Prozent. Auch der breiter gefasste ATX Prime stieg um 0,31 Prozent auf 1.932,26 ZĂ€hler.
Auf Konjunkturseite standen Preisdaten im Fokus. Die Inflation in Deutschland ist zu Jahresbeginn ĂŒberraschend auf dem RĂŒckmarsch. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar nur noch um 2,3 Prozent nach 2,6 Prozent im Dezember. Befragte Experten hatten nur mit einer Stabilisierung auf dem Vormonatswert von 2,6 Prozent gerechnet.
"Die anhaltend schwache Konjunktur scheint sich zunehmend disinflationĂ€r auszuwirken. Dies bestĂ€rkt uns in unserer EinschĂ€tzung, dass die Dienstleistungsinflation und somit auch die Kernrate im weiteren Jahresverlauf weiter sinken dĂŒrften. Angesichts dessen dĂŒrfte auch die EZB an ihrem geldpolitischen Lockerungskurs festhalten", schreiben die Experten der Commerzbank DE000CBK1001.
AuĂerdem kamen frische Daten aus den USA. Dort stiegen die Konsumausgaben im Dezember um 0,7 Prozent, Ăkonomen hatten nur mit einem Zuwachs von 0,5 Prozent gerechnet. Der PCE-Index legte im Dezember zum Vorjahresmonat um 2,6 Prozent zu, und traf damit die Erwartungen der Volkswirte. Der PCE-Kernindex, der die schwankungsanfĂ€lligen Nahrungsmittel- und Energiekosten ausklammert, lag bei 2,8 Prozent, dies hatten Experten erwartet. Der PCE-Index ist das bevorzugte PreismaĂ der US-Notenbank Fed und wird daher an den FinanzmĂ€rkten stark beachtet.
Am Aktienmarkt gab es Neuigkeiten bei AT&S. Der steirische Leiterplattenhersteller hat den im September angekĂŒndigten Verkauf des Korea-GeschĂ€fts abgeschlossen. SĂ€mtliche Anteile der AT&S Korea wurden an die italienische Technologiefirma Somacis ĂŒbertragen. Der Kaufpreis belief sich auf 405 Millionen Euro plus 17 Millionen Euro Zinsertrag. Nach Abzug von Steuern bringt der Verkauf AT&S nach eigenen Angaben 386 Millionen Euro ein. AT&S-Papiere schlossen um 1 Prozent fester.
Die Experten der Baader Bank haben ihre GewinnschĂ€tzungen fĂŒr den Verbund erhöht. Sie erwarten nun fĂŒr 2024 einen Gewinn je Aktie von 5,32 (bisher: 5,09) Euro. FĂŒr 2025 soll das Ergebnis bei 4,77 (bisher 4,51 Euro) je Anteilsschein liegen. Das Kursziel beziffern die Analysten mit 69 Euro, das Rating fĂŒr die Titel lautete "Reduce". Verbund-Papiere kletterten 1,6 Prozent auf 74,10 Euro. Aktien von Branchenkollege EVN AT0000741053 legten um 1,1 Prozent zu.
Neben Versorgern waren auch Ălwerte gesucht. OMV AT0000743059 gewannen 1,4 Prozent und auch Schoeller-Bleckmann kletterten um 0,4 Prozent. Sehr fest zeigten sich die Bankaktien von Raiffeisen Bank International AT0000606306 (plus 1,9 Prozent), auch Bawag AT0000BAWAG2 legten 0,9 Prozent zu. Erste Group AT0000652011 gingen hingegen mit einem Kursverlust von 2,2 Prozent ins Wochenende.
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