Aktien Wien Schluss: ATX verliert dĂŒnne 0,09 Prozent
02.10.2024 - 18:09:41 | dpa.deDer Leitindex ATX schloss mit einem kleinen Minus von 0,09 Prozent bei 3.613,04 Einheiten, nachdem er sich bereits ĂŒber den gesamten Handelstag nur wenig bewegt hatte. Auch an den europĂ€ischen Leitbörsen gab es keinen klaren Richtungsentscheid zu sehen. Eine weitere Eskalationsstufe im Nahost-Konflikt stand international im Fokus und sorgte fĂŒr zurĂŒckhaltende Anleger.
Der Iran hat am Vorabend bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr den Erzfeind Israel direkt angegriffen. Sie feuerten rund 200 Raketen ab, die auf LuftwaffenstĂŒtzpunkte und das Hauptquartier des Geheimdienstes Mossad zielten. Nach israelischen Angaben wurde der Angriff gröĂtenteils abgewehrt - den Regierungschef Benjamin Netanjahu dennoch nicht unbeantwortet lassen will. Dies sorgt an den FinanzmĂ€rkten fĂŒr Unsicherheit.
Am Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine sehr dĂŒnne Meldungslage vor. Unter den Schwergewichten in Wien gewann die OMV-Aktie 0,9 Prozent. Hier könnten die im Verlauf anziehenden Rohölpreise unterstĂŒtzt haben.
Die voestalpine-Aktie schwÀchte sich um 1,9 Prozent ab. Verluste wiesen auch die Banken auf. BAWAG und Raiffeisen Bank International gaben 0,8 bzw. 0,3 Prozent nach. Die Titel der Erste Group verbilligten sich um 0,3 Prozent. Im Technologiebereich gewannen AT&S 1,9 Prozent.
Von Analystenseite meldete sich die Erste Group zur Aktie von Mayr-Melnhof und bestĂ€tigte die neutrale Anlageempfehlung "Hold" fĂŒr den Kartonhersteller. Das Kursziel wurde hingegen von 127,2 auf 97,5 Euro gekĂŒrzt. Die Aktie schloss mit minus 1,6 Prozent bei 88,20 Euro.
Zudem revidierten die Experten von der Deutschen Bank ihr Kursziel fĂŒr die Verbund-Aktie von 62 auf 63 Euro leicht nach oben. Das "Sell"-Votum fĂŒr den Energieversorger wurde bestĂ€tigt. Die Titel gingen unverĂ€ndert auf 73,50 Euro aus der Sitzung. Beim Branchenkollegen EVN gab es ein deutliches Minus von 3,2 Prozent zu verbuchen.
Ins Blickfeld rĂŒckte auch eine negativere KonjunktureinschĂ€tzung. Im international schwachen Umfeld kommt auch die heimische Konjunktur 2025 noch nicht so stark in Schwung wie zuletzt gedacht. Die Ăkonomen der UniCredit Bank Austria rechnen mit einem Wirtschaftswachstum von nur noch 1 Prozent. Mitte August hatten sie noch 1,5 Prozent erwartet. Heuer soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 Prozent erneut schrumpfen, nach einem RĂŒckgang von 1 Prozent 2023.
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