Springer Nature wird optimistischer - Aktie legt zu
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 09:55 Uhr | dpa.deSo soll das organische Umsatzwachstum - also ohne WÀhrungseffekte und Zu- wie VerkÀufe von Unternehmensteilen gerechnet - bei rund 6 Prozent liegen statt zwischen 5 und 6 Prozent, wie das SDax DE0009653386-Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Bei der operativen Ergebnismarge geht der Konzern nun von einer Verbesserung um "mindestens" 0,3 Prozentpunkte aus statt um "rund" 0,3 Punkte. Die Aktie stieg.
Das Papier gewann zuletzt mehr als 5 Prozent auf 19,68 Euro. Damit liegt das Papier auch wieder knapp drei Prozent ĂŒber dem Wert vom Jahreswechsel. Das Rekordhoch von 28,30 Euro im Dezember 2024 hatte die Aktie wenige Monate nach dem Börsengang erklommen.
Die Erlöse und das operative Ergebnis hĂ€tten die KonsensschĂ€tzungen ĂŒbertroffen, schrieb JPMorgan-Analyst Daniel Kerven. Er geht von leicht steigenden Marktprognosen fĂŒr 2026 aus. Die fallende Verschuldung eröffne die Chance auf höhere Dividenden. Die Aktie sei anhand der Bewertung eine der gĂŒnstigsten im Medienbereich, schrieb der Experte.
Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz insgesamt um 1,5 Prozent auf 939,8 Millionen Euro. Aus eigener Kraft wÀren es 6,2 Prozent gewesen. Das bereinigte Betriebsergebnis legte um 2,3 Prozent auf 246,2 Millionen Euro zu und wÀre organisch noch stÀrker gestiegen als der Erlös. Die Zahlen fielen besser aus als von Experten erwartet.
"Wir haben ein starkes erstes Halbjahr erzielt, wobei unser Segment Research den Markt erneut ĂŒbertroffen hat", sagte Vorstandschef Frank Vrancken Peeters laut Mitteilung. In der Forschungssparte sorgten Fachzeitschriften mit dem Wachstum der Zahl veröffentlichter Artikel fĂŒr Schwung. Forschungseinrichtungen und Wissenschaftler zahlen dabei selbst fĂŒr die Veröffentlichung in frei verfĂŒgbaren Forschungspublikationen.
Im Bereich Gesundheit dagegen bremsten im nicht deutschsprachigen Raum unsichere Aussichten die Marketingausgaben von Pharmafirmen, wĂ€hrend es in Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz besser lief. Der Spartenumsatz ging leicht zurĂŒck, wĂ€re organisch aber gewachsen. Auch im Segment Bildung wĂ€re der Erlös aus eigener Kraft gestiegen, die hohe Inflation in Argentinien und der starke Euro sorgten aber fĂŒr einen nominalen RĂŒckgang.
Unter dem Strich fiel der auf die AktionÀre entfallende Nettogewinn von 129,4 auf 101,3 Millionen Euro. Zum einen belasteten höhere Ertragsteuern, zum anderen Wechselkurseffekte bei der Bewertung interner Verrechnungsposten.
