SeehÀfen, Millionen

SeehÀfen fordern 500 Millionen Euro jÀhrlich vom Bund

29.09.2025 - 16:17:58

Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben in seltener EinmĂŒtigkeit vom Bund eine Vervielfachung der Ausgleichszahlungen fĂŒr die HĂ€fen verlangt.

"Die derzeitige Summe von 38 Millionen Euro jĂ€hrlich muss auf 500 Millionen Euro erhöht werden, um die laufende Unterhaltung, Modernisierung und Digitalisierung der HĂ€fen sicherzustellen und neue Sanierungsstaus zu verhindern", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). ZDS und DGB bezifferten das Investitionsvolumen auf rund 15 Milliarden Euro.

Bund muss mit hoher PrioritÀt in HÀfen investieren

Der Bund mĂŒsse in den kommenden Jahren mit hoher PrioritĂ€t in die Modernisierung und Instandsetzung der öffentlichen Hafeninfrastruktur investieren. Nur so könnten die deutschen SeehĂ€fen ihre gesamtstaatlichen Aufgaben erfĂŒllen - als Drehscheiben fĂŒr die Versorgung des Landes und fĂŒr den Außenhandel, fĂŒr Industrie, Verteidigung und Energieversorgung, als Innovationsmotoren der Energiewende und als Garant fĂŒr gute und zukunftsfĂ€hige Arbeit, betonten ZDS und DGB.

"Die deutschen SeehĂ€fen sind weit mehr als regionale UmschlagplĂ€tze", schrieben der ZDS sowie der DGB Nord und der DGB Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt. Vor allem seien sie auch ein Garant fĂŒr Arbeit und BeschĂ€ftigung. "Sie sichern hunderttausende ArbeitsplĂ€tze - sowohl direkt in den Hafenbetrieben als auch in den vor- und nachgelagerten industriellen Wertschöpfungsketten."

Brief ging auch an Bundesverkehrsminister Schnieder

Der Brief ging den Angaben zufolge auch an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), den Maritimen Koordinator der Bundesregierung, Christoph Ploß (CDU), einige Mitglieder des Haushalts- und Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag sowie an die Wirtschaftsminister und -senatoren der fĂŒnf KĂŒstenbundeslĂ€nder.

@ dpa.de