Folgen, Extremwetter

Folgen von Extremwetter: Die Kosten eines Sommers

15.09.2025 - 06:24:11

Der zu Ende gehende Sommer kommt einige europÀische Volkswirtschaften teuer zu stehen.

Forscher der Uni Mannheim und der EZB schĂ€tzen die EU-weiten negativen Folgen von Hitzewellen, DĂŒrre und Überflutungen auf die Bruttowertschöpfung auf rund 126 Milliarden Euro. Vor allem Spanien, Frankreich und Italien sind demnach betroffen - mit jeweiligen Werten zwischen knapp 34 und knapp 35 Milliarden Euro fĂŒr die drei LĂ€nder. Deutschland gehört mit rund 2,5 Milliarden zu den weniger hart getroffenen LĂ€ndern.

In der Studie wollen die Forscher nicht nur direkte Kosten - wie zerstörte GebĂ€ude oder Ernten - abbilden, sondern auch indirekte Kosten wie eine reduzierte ProduktivitĂ€t wĂ€hrend Hitzewellen oder den Wegzug von Menschen aus von Extremwetter betroffenen Regionen. Diese Gesamtkosten sind teils sehr viel höher, treten aber nicht immer sofort auf, sondern teils ĂŒber mehrere Jahre hinweg, wie sie erklĂ€ren. Deswegen beziehen sich die errechneten Werte auf den Zeitraum bis inklusive 2029 - dabei aber nur auf die Folgen des diesjĂ€hrigen Sommers, nicht auf mögliche kĂŒnftige Wetterextreme. Gut ein Drittel der Gesamtfolgen - konkret 43 Milliarden - werden den SchĂ€tzungen zufolge bereits im laufenden Jahr anfallen.

FĂŒr ihre SchĂ€tzung kombinierten die Forscher aktuelle Wetterdaten mit historischen Daten zum Wetter und den Folgen fĂŒr die wirtschaftliche Entwicklung aus einer frĂŒheren Studie. Die tatsĂ€chlichen SchĂ€den könnten sogar noch höher sein, heißt es von der Uni Mannheim. So beziehen die Forscher bei Kombinationen aus DĂŒrre und Hitzewelle mangels Datengrundlage nur die Folgen von DĂŒrre ein und bilden SchĂ€den wie WaldbrĂ€nde gar nicht ab.

@ dpa.de