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Deutsche Anleihen: Zehnjahreszins fÀllt erstmals seit MÀrz unter zwei Prozent

20.12.2023 - 12:28:26

Deutsche Bundesanleihen haben am Mittwoch bis zum Mittag im Kurs weiter zugelegt.

Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 stieg um 0,34 Prozent auf 137,79 Punkte. Die Rendite zehnjÀhriger Bundesanleihen fiel im Gegenzug bis auf 1,97 Prozent. Es ist das erste Mal seit MÀrz, dass die runde Marke von zwei Prozent unterschritten wird.

FĂŒr Zinsdruck sorgten neue Inflationsdaten aus Großbritannien. Die Teuerung ging im November nicht nur deutlicher zurĂŒck als erwartet. Sie fiel mit 3,9 Prozent auch auf einen gut zweijĂ€hrigen Tiefstand. Die Entwicklung stĂŒtzt Erwartungen, wonach die britische Notenbank 2024 mit Zinssenkungen beginnen dĂŒrfte. Aktuell betrĂ€gt der Leitzins wegen der einst sehr hohen Inflation 5,25 Prozent.

Nicht nur von der Bank of England, auch von der US-Zentralbank Fed und der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) werden im kommenden Jahr geldpolitische Lockerungen erwartet. Allerdings liegen die Markterwartungen und die Zinssignale der Notenbanken weit voneinander entfernt. An den MĂ€rkten werden derzeit deutlich frĂŒhere und krĂ€ftigere Zinsreduzierungen erwartet, als dies etwa Projektionen der Federal Reseerve oder Äußerungen aus der EZB nahelegen.

Am Nachmittag stehen in den USA zwar einige Konjunkturdaten auf dem Programm. Allerdings handelt es sich um Zahlen aus der zweiten Reihe, mit nicht ganz so hoher Marktrelevanz. Aus den Reihen der EZB meldet sich Chefvolkswirt Philip Lane zu Wort.

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