EQS-News: Deutsche Rohstoff AG: EBITDA steigt im 1. Halbjahr 2026 auf 205 Mio. EUR (deutsch)
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 07:30 Uhr | dpa.deEUR
EQS-News: Deutsche Rohstoff AG / Schlagwort(e):
Halbjahresergebnis/Halbjahresbericht
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19.08.2026 / 07:30 CET/CEST
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EBITDA steigt im 1. Halbjahr 2026 auf 205 Mio. EUR
* Durchschnittliche Produktion erreicht im zweiten Quartal bereits 14.803
BOEPD
* Umsatz steigt um 7,5% auf 110,0 Mio. EUR (Vorjahr: 102,3 Mio. EUR)
* Ertrag von 128 Mio. EUR aus Teilverkäufen der Almonty-Beteiligung
* EBITDA erhöht sich auf 205,2 Mio. EUR (Vorjahr: 70,5 Mio. EUR)
* Konzernüberschuss erreicht 134,7 Mio. EUR (Vorjahr: 15,5 Mio. EUR) und
damit 28,42 EUR je Aktie (Vorjahr: 3,20 EUR)
* Positiver Free Cashflow von 42,5 Mio. EUR trotz Investitionen von 143
Mio. EUR
* Liquide Mittel einschließlich Wertpapieren steigen auf 133,2 Mio. EUR
* Eigenkapital steigt auf über 352 Mio. EUR; Eigenkapitalquote bei rund
45%
* Anstieg der Produktion um über 70% auf rund 25.000 BOEPD im 2. Halbjahr
erwartet
* Umsatz im 2. Halbjahr von 190 bis 210 Mio. EUR bei einem Ölpreis von 75
USD erwartet
Mannheim. Die Deutsche Rohstoff AG hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz,
EBITDA und Periodenüberschuss deutlich gesteigert. Wesentliche Treiber waren
die Teilveräußerung der Beteiligung an Almonty Industries (vgl. Meldungen
vom 1. April 2026 und 22. Juli 2026), höhere Ölpreise und die zunehmende
Skalierung des Bohrprogramms in Wyoming.
"Für das Gesamtjahr erwarten wir ein EBITDA von bis zu 400 Mio. EUR. Im
ersten Halbjahr haben wir die optimalen Voraussetzungen für eine weiterhin
positive Entwicklung geschaffen. Mit unserem Investitionsprogramm von über
300 Mio. EUR im Jahr 2026 werden wir im 2. Halbjahr einen massiven Sprung
der Fördermengen auf rund 25.000 BOE pro Tag erleben. Dieser Anstieg bildet,
zusammen mit unserer hohen Liquidität und der starken operativen
Entwicklung, die Basis für weiteres Wachstum und nachhaltig hohe
Profitabilität", sagt Jan-Philipp Weitz, CEO der Deutsche Rohstoff AG.
Finanzielle Entwicklung
Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2026 Umsatzerlöse von 110,0 Mio. EUR
(Vorjahr: 102,3 Mio. EUR). Der durchschnittlich realisierte Ölpreis stieg um
18% auf 78,4 USD je Barrel. Unterstützend wirkte der höhere Ölanteil an der
Gesamtproduktion von 66% (Vorjahr: 64%). Gegenläufig wirkten der schwächere
US-Dollar (-7%) sowie Verluste in Höhe von rund 5 Mio. EUR aus
Ölpreissicherungsgeschäften, die mehrheitlich noch vor dem starken Anstieg
der Rohölpreise ab Anfang März abgeschlossen worden waren.
Bis zum 30. Juni 2026 realisierte die Deutsche Rohstoff aus
Teilveräußerungen von 11,6 Mio. Almonty-Aktien einen Gewinn vor Steuern von
rund 128 Mio. EUR. Insgesamt wurden 2026 14,3 Mio. Aktien von Almonty
veräußert, 2,7 Mio. Aktien davon erst nach dem 30. Juni 2026. Das EBITDA
erhöhte sich auf 205,2 Mio. EUR (Vorjahr: 70,5 Mio. EUR) und das
Konzernergebnis stieg auf 134,7 Mio. EUR (Vorjahr: 15,5 Mio. EUR). Das
Ergebnis ist durch außerplanmäßige Abschreibungen auf ältere Bohrungen in
Colorado in Höhe von rund 15 Mio. EUR belastet. Ohne den Ergebnisbeitrag aus
dem Metallgeschäft und außerplanmäßige Abschreibungen erhöhte sich das
Ergebnis aus Öl und Gas um 47% auf 23,2 Mio. EUR.
Der operative Cashflow belief sich auf 70,0 Mio. EUR. Die Investitionen in
neue Bohrungen und Infrastruktur beliefen sich auf rund 126 Mio. EUR und für
Landkäufe wurden gut 17 Mio. EUR investiert. Der Free Cashflow war mit 42,5
Mio. EUR deutlich positiv. Die liquiden Mittel einschließlich Wertpapieren
erhöhten sich auf 133,2 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 69,3 Mio. EUR).
Das Eigenkapital stieg auf 352,2 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 220,4 Mio.
EUR), die Eigenkapitalquote von 38,1% auf 44,7%. Der Verschuldungsgrad,
gemessen als Verhältnis von Financial Net Debt zum EBITDA der vergangenen
zwölf Monate, lag bei 0,4.
Der Materialaufwand stieg auf 22,7 Mio. EUR (Vorjahr: 19,3 Mio. EUR) was
auch auf höhere Workover-Kosten für ältere Bohrungen in Colorado
zurückzuführen war. Je Barrel lagen die Betriebskosten im Vergleich zum
Gesamtjahr 2025 auf einem leicht höheren Niveau von 10,83 USD/BOE (Vorjahr:
9,90 USD/BOE). Die planmäßigen Abschreibungen für Öl- und Gasförderanlagen
sanken auf 16,21 USD/BOE (Vorjahr: 17,01 USD/BOE).
Operative Entwicklung
Die US-Tochtergesellschaften produzierten im ersten Halbjahr
durchschnittlich 13.501 BOEPD und damit annähernd auf dem Vorjahresniveau
von 13.659 BOEPD. Insgesamt belief sich die Produktion auf 2,44 Mio. BOE
(Vorjahr: 2,47 Mio. BOE). 1.622.719 Barrel entfielen auf Erdöl (Vorjahr:
1.575.509 Barrel), der Rest auf Erdgas und Kondensate. Alle Mengenangaben
entsprechen dem Nettoanteil des Konzerns. Zum Stichtag produzierte der
Konzern aus 236 Bohrungen.
Die Ausweitung des Bohrprogramms spiegelte sich im Jahresverlauf zunehmend
in der Produktionsentwicklung wider. Nach einer durchschnittlichen
Tagesproduktion von 12.322 BOEPD im ersten Quartal erhöhte sich diese im
zweiten Quartal auf 14.803 BOEPD. Im Mai waren insgesamt sechs Bohrungen aus
dem neuen Bohrprogramm in Produktion genommen worden und trugen entsprechend
zeitanteilig zur Gesamtförderung bei.
Die neuen Bohrungen produzieren deutlich über den Erwartungen und bestätigen
damit die Wirksamkeit des weiterentwickelten Completion Designs. Die ersten
vier Niobrara-Bohrungen auf dem Dillon/Billings Pad erreichten bereits drei
Wochen nach Produktionsbeginn eine Gesamtförderung von rund 6.000 Barrel Öl
pro Tag. Bis zur Aufstellung des Abschlusses wurden weitere Bohrungen in
Produktion genommen, deren Fördermengen den positiven Trend bestätigen. Für
das zweite Halbjahr erwartet der Vorstand eine durchschnittliche
Tagesproduktion zwischen 24.000 und 26.000 BOEPD.
Aufgrund der positiven Produktionsentwicklung und des anhaltend attraktiven
Ölpreisumfelds hat die Deutsche Rohstoff AG das Bohrprogramm Anfang August
um sechs auf insgesamt 32 Bruttobohrungen erweitert. Im Basisszenario
erwartet der Vorstand für 2026 einen Umsatz von 300 bis 320 Mio. EUR und ein
EBITDA von 380 bis 400 Mio. EUR. Die Prognose sieht zudem eine
durchschnittliche Jahresproduktion von 18.500 bis 20.000 BOEPD und
Investitionen von 310 bis 330 Mio. EUR vor. Zum 31. Juli 2026 hatte die
Deutsche Rohstoff AG zudem gut 1,9 Mio. Barrel Öl zu einem Mindestpreis von
72,30 USD je Barrel sowie 1,4 Mio. MMBtu Erdgas zu einem Preis von 3,80 USD
je MMBtu abgesichert.
Der Halbjahresbericht der Deutsche Rohstoff AG kann ab sofort auf der
Homepage der Gesellschaft unter www.rohstoff.de abgerufen werden.
Zur Definition des Begriffs EBITDA verweisen wir auf die Homepage der
Deutsche Rohstoff AG unter http://rohstoff.de/apm/.
Mannheim, 19. August 2026
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