Deutschland-Stack, Dokumentenformate

Deutschland-Stack setzt auf offene Dokumentenformate

27.03.2026 - 00:00:27 | boerse-global.de

Deutschlands Behörden mĂŒssen ab sofort nur noch offene Standards wie ODF und PDF/UA nutzen. Der verbindliche Wechsel ist Teil der Digitalstrategie Deutschland-Stack und soll bis 2028 umgesetzt werden.

Deutschland-Stack setzt auf offene Dokumentenformate - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Deutschland-Stack setzt auf offene Dokumentenformate - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Deutschlands öffentliche Verwaltung schwenkt verbindlich auf offene Standards um. Das sieht der neue „Deutschland-Stack“ vor, der digitale SouverĂ€nitĂ€t stĂ€rken soll.

Ab sofort sind fĂŒr Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden nur noch die offenen Formate Open Document Format (ODF) und PDF/UA zugelassen. ProprietĂ€re Dateiformate wie .doc oder .xls werden damit aus dem offiziellen Gebrauch verbannt. Der Rahmenplan des Bundesministeriums fĂŒr digitale Transformation und Verwaltungsmodernisierung zielt auf eine einheitliche, herstellerunabhĂ€ngige digitale Infrastruktur bis 2028.

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Grundpfeiler fĂŒr digitale SouverĂ€nitĂ€t

Die verbindliche Vorgabe ist ein KernstĂŒck der Digitalstrategie Deutschland-Stack. Sie soll verhindern, dass die Verwaltung von einzelnen Software-Anbietern abhĂ€ngig wird. „Das ist kein Vorschlag, sondern eine verbindliche Anordnung“, betont ein Sprecher der Document Foundation, die hinter der Open-Source-Suite LibreOffice steht. Offene Standards seien Grundvoraussetzung fĂŒr eine demokratische und souverĂ€ne Verwaltung.

Die Entscheidung spiegelt einen breiteren europĂ€ischen Trend wider. Sie steht im Einklang mit dem EuropĂ€ischen InteroperabilitĂ€tsrahmen und dem Cyber-Resilience-Gesetz. Deutschland geht als grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft der EU mit verbindlichen Vorgaben voran, wo andere nur Empfehlungen aussprechen.

Mehr InteroperabilitÀt und Barrierefreiheit

Der Wechsel zu ODF und PDF/UA soll den Datenaustausch zwischen Behörden vereinfachen und digitale Angebote inklusiver machen. ODF ist ein ISO-Standard (ISO/IEC 26300), der nicht von einem einzelnen Unternehmen kontrolliert wird. Das garantiert, dass Dokumente unabhÀngig von der verwendeten Software lesbar bleiben.

Das Format PDF/UA (ISO 14289) stellt sicher, dass Behördendokumente auch fĂŒr Menschen mit Behinderungen zugĂ€nglich sind. Screenreader und andere Hilfstechnologien können die Dateien problemlos erfassen. Damit setzt Deutschland moderne Anforderungen an barrierefreie Information konsequent um.

Fahrplan bis 2028

Die vollstĂ€ndige Umsetzung der neuen Infrastruktur ist fĂŒr das Jahr 2028 geplant. Ab dem 1. Januar 2027 sollen die Landesverwaltungen schrittweise die ODF-UnterstĂŒtzung einfĂŒhren. 2028 ist eine erste umfassende Evaluation der technischen Umsetzung vorgesehen. Dieser gestaffelte Ansatz soll einen geordneten Übergang gewĂ€hrleisten.

Der Deutschland-Stack basiert auf weiteren Prinzipien: eine „Made in EU first“-Beschaffung, offene Schnittstellen, lokale Datenspeicherung und die verpflichtende Nutzung von Open-Source-Software, wo möglich. Zusammen sollen sie eine widerstandsfĂ€hige digitale Infrastruktur fĂŒr den öffentlichen Sektor schaffen.

Signalwirkung fĂŒr Europa und den Markt

Die bundesweite Verpflichtung wird den Markt fĂŒr BĂŒrosoftware nachhaltig verĂ€ndern. Open-Source-Lösungen wie LibreOffice, die ODF nativ unterstĂŒtzen, dĂŒrften einen starken Schub erhalten. Einzelne BundeslĂ€nder sind bereits Vorreiter: Schleswig-Holstein gab 2025 bekannt, dass 80 Prozent der ArbeitsplĂ€tze in der Landesverwaltung bereits auf Open-Source-Software umgestellt wurden.

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Experten sehen in dem Schritt ein klares Signal. Deutschland sichere nicht nur seine digitale Zukunft, sondern setze auch einen Maßstab fĂŒr andere Nationen. Die ProduktivitĂ€t der deutschen Verwaltung steht vor einer grundlegenden Transformation – hin zu mehr UnabhĂ€ngigkeit, Wettbewerb und öffentlichem Nutzen.

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