EU-LĂ€nder, Europas

EU-LÀnder wollen Europas Stromnetze stÀrken

26.06.2026 - 13:21:37 | dpa.de

Deutschland und die anderen EU-LĂ€nder wollen Europas Stromnetze besser verbinden und schneller ausbauen.

Darauf verstĂ€ndigten sich Energieministerin Katherina Reiche (CDU) und ihre EU-Amtskolleginnen und -kollegen bei einem Treffen in Luxemburg. Unter anderem sollen Genehmigungen schneller erteilt werden. "Unsere Stromnetze sind nicht mehr nur eine UnterstĂŒtzungsinfrastruktur. Die Stromnetze bilden das Betriebssystem der Energiewende", sagte Reiche am Rande des Treffens. "Wir mĂŒssen sie schnell ausbauen."

Ziel ist unter anderem auch, dass langfristig etwa mehr gĂŒnstiger Wind- und Solarstrom dort ankommen soll, wo er gebraucht wird - und so Preisschwankungen und regionale Preisunterschiede verringert werden. Außerdem soll das Energiesystem nach Willen der EU-LĂ€nder widerstandsfĂ€higer und besser gegen physische sowie Cyber-Angriffe abgesichert werden.

Europas Stromnetze seien grundsĂ€tzlich das grĂ¶ĂŸte Hindernis fĂŒr die EU, die Energiepreise zu senken, zu dekarbonisieren und unabhĂ€ngiger zu werden, sagte EU-Energiekommissar Dan JĂžrgensen. Es werde viel Energie erzeugt, die darauf warte, ans Netz zu gehen - aber die Netze seien noch nicht so weit, wie sie sein sollten. Ein bekanntes Problem ist etwa, dass in DĂ€nemark erzeugter Strom oft nicht ideal in die deutschen Netze eingespeist werden kann, weil diese nicht ausreichend KapazitĂ€t hĂ€tten.

Grundlage der VerstĂ€ndigung der EU-Staaten war ein Vorschlag der EuropĂ€ischen Kommission von Dezember. Die BrĂŒsseler Behörde schĂ€tzt den Investitionsbedarf fĂŒr die Stromnetze bis 2040 auf mehr als eine Billion Euro. Die LĂ€nder mĂŒssen nun noch mit dem Europaparlament diskutieren.

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