Deutschland und Frankreich legen Auto-VorschlÀge vor
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 12:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wir streben eine deutliche Senkung der CO2-Emissionen an und stĂ€rken zugleich Europas KapazitĂ€ten fĂŒr die Entwicklung und Fertigung der nĂ€chsten Generation von Elektrofahrzeugen", teilten beide Seiten mit. Den genauen Inhalt der VerstĂ€ndigung nannten Bundesregierung und ĂlysĂ©e-Palast zunĂ€chst nicht.
"Der Ăbergang zu sauberer MobilitĂ€t muss mit Investitionen, Innovationen und Produktion in Frankreich, Deutschland und ganz Europa einhergehen." Die beiden LĂ€nder schlagen deshalb ein umfassendes Paket vor, wie sie schreiben.
Autoindustrie erhalten
"Wir sind es unseren BeschĂ€ftigten, unserer Industrie und unseren BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern schuldig, sicherzustellen, dass Europa beim globalen Wandel der Automobilbranche eine fĂŒhrende Rolle einnimmt. Unser Ziel ist klar: eine wettbewerbsfĂ€hige, innovative und dekarbonisierte europĂ€ische Automobilindustrie, die in Europa produziert und die ArbeitsplĂ€tze von morgen schafft", teilten die Regierungen der beiden gröĂten europĂ€ischen Volkswirtschaften mit.
Bundeskanzler Friedrich Merz schrieb auf der Plattform X von einem Investitionssignal an die Industrie und einem guten Tag "fĂŒr Autofahrerinnen und Autofahrer und fĂŒr ArbeitsplĂ€tze in Deutschland, Frankreich und Europa".
Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron schrieb auf der Plattform X: "Europa muss ein Kontinent sein, der innovativ ist, investiert und produziert und dabei das Klima schĂŒtzt und unsere ArbeitsplĂ€tze sichert, das ist der Kern unseres Engagements."
Zuerst hatte das "Handelsblatt" am Donnerstag ĂŒber ein Positionspapier berichtet. Eine abschlieĂende VerstĂ€ndigung darauf gab es nach Angaben aus der Bundesregierung am Donnerstag aber noch nicht. Die gibt es mittlerweile.
Deutsch-französischer Kompromiss
Bislang hatte sich Frankreich gegen eine Aufweichung des Verbrenner-Aus ausgesprochen. Die VerstÀndigung könnte eine Mehrheit im Rat der EU-Staaten ermöglichen.
Die EU-Kommission hatte im vergangenen Dezember vorgeschlagen, auch nach 2035 in der EU Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen - eine Abkehr vom eigentlich ausgehandelten Verbrenner-Aus. DafĂŒr hatte sich Deutschland eingesetzt.
Ăber die VorschlĂ€ge beraten derzeit jeweils das Europaparlament und der Rat der EU-Mitgliedstaaten. Ohne die Zustimmung beider Institutionen treten sie nicht in Kraft. Frankreich und sechs weitere EU-LĂ€nder hatten sich noch im Juni gegen eine Lockerung eingesetzt und vor einem strategischen Fehler gewarnt.
