Deutz: Aufsichtsrat kauft 3.999 Aktien
Veröffentlicht am: 30.04.2026 um 15:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vier Mitglieder des FĂŒhrungskreises kaufen eigene Aktien â und das kurz bevor der Kölner Motorenbauer zwei wichtige Termine absolviert. Das Muster ist auffĂ€llig.
Aufsichtsrat Helmut Ernst erwarb am 23. April 2026 insgesamt 3.999 Deutz-Aktien zu je 10,49 Euro. Damit zahlte er mehr, als der Kurs zu diesem Zeitpunkt anzeigte. Drei Vorstandsmitglieder investierten in derselben Phase gemeinsam rund 575.000 Euro in eigene Papiere.
Kurs erholt sich, bleibt aber unter Druck
Die Aktie notiert aktuell bei 9,76 Euro â ein Tagesplus von rund drei Prozent, das den RĂŒcksetzer der Vortage teilweise ausgleicht. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut 13 Prozent zu Buche, vom 52-Wochen-Hoch bei 12,46 Euro ist der Titel aber noch rund 22 Prozent entfernt. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 10,18 Euro liegt weiterhin ĂŒber dem aktuellen Kurs.
Quartalszahlen und Hauptversammlung im Mai
Am 7. Mai prĂ€sentieren CEO Sebastian C. Schulte und CFO Oliver Neu die Q1-Zahlen fĂŒr 2026. Es ist der erste Bericht unter der neuen Segmentstruktur: Seit Jahresbeginn gliedert sich Deutz in fĂŒnf eigenstĂ€ndige Bereiche â Defense, Energy, Engines, NewTech und Service, jeder mit eigener Ergebnisverantwortung.
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Sechs Tage spÀter, am 13. Mai, findet die Hauptversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht eine vorgeschlagene Dividende von 0,18 Euro je Aktie, mit geplanter Auszahlung am 18. Mai.
Starkes 2025, breite Prognose fĂŒr 2026
Das operative Fundament ist solide. Der Umsatz stieg 2025 um 12,7 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT legte um rund 46 Prozent auf 112,3 Millionen Euro zu. Der Markt reagierte verhalten â weil der Ausblick eine breite Spanne signalisiert: Das Management peilt fĂŒr 2026 eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 6,5 und 8,0 Prozent an, was die Unsicherheit im Land- und BaumaschinengeschĂ€ft widerspiegelt. Beim Umsatz lautet die Zielspanne 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro.
Parallel lĂ€uft das Sparprogramm "Future Fit". Es hat bereits mehr als 25 Millionen Euro eingebracht und soll bis Ende 2026 strukturelle Einsparungen von ĂŒber 50 Millionen Euro gegenĂŒber 2024 liefern â Mittel, die in neue Antriebstechnologien flieĂen sollen. Langfristig hĂ€lt das Management an einem Umsatzziel von vier Milliarden Euro bis 2030 bei zehn Prozent operativer Marge fest.
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Der Q1-Bericht am 7. Mai wird erstmals zeigen, wie die neue Segmentstruktur in der Praxis abschneidet â und ob die Prognose-Spanne eher vorsichtig kalkuliert war oder die RealitĂ€t tatsĂ€chlich widerspiegelt.
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