Devisen: Euro erholt sich etwas vom im US-Handel erreichten Tagestief
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 20:47 Uhr | dpa.deNachdem die Gemeinschaftswährung mit dem Start der Pressekonferenz in den Vereinigten Staaten zu den Wirtschaftssanktionen gegen den Iran bis auf 1,1655 US-Dollar gefallen war, kostete sie zuletzt 1,1664 Dollar. Am Morgen noch war sie bis knapp unter 1,17 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1664 (Freitag: 1,1699) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8573 (0,8547) Euro.
Die Lage im Nahen Osten bleibt im Blick der Märkte. "Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran lässt ebenso auf sich warten wie eine freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus", schrieben Experten der Helaba. "Vor diesem Hintergrund verharren die Energiepreise auf hohem Niveau, und Inflations- sowie Zinssorgen bleiben präsent."
Wie US-Finanzminister Scott Bessent während der Pressekonferenz sagte, will die USA den Iran komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Die neuen Sanktionen der Operation "Wirtschaftlicher Verstoßener" (Economic Outcast) zielen ihm zufolge darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarden zu unterbinden. Der Fokus liege auf digitalen Vermögenswerten, Technologie, Gold, der Luftfahrt und der Schifffahrt. Konkrete Maßnahmen ließ der Minister offen.
Mitarbeiter des Finanzministeriums, des Außenministeriums sowie des Militärs der Vereinigten Staaten träfen sich derzeit mit "internationalen Partnern", um die Erwartungen Washingtons - jegliche Zusammenarbeit mit Teheran einzustellen - zu übermitteln. Konkrete Länder nannte Bessent allerdings nicht - ebenso lehnte er eine Antwort auf die Frage ab, in welchem Zeitraum die ungenannten Maßnahmen erfüllt werden müssten./ck&he
