ABB, CH0012221716

Die ABB-Aktie bleibt vom soliden Auftragseingang gestützt

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 18:28 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die ABB-Aktie spiegelt einen Mix aus robustem Auftragseingang und profitabler Entwicklung wider. Der Industriekonzern zeigt in den jüngsten Quartalszahlen steigende Umsätze und Margen, was für Anleger die operative Stärke im globalen Automatisierungs- und Energietechnikgeschäft unterstreicht.

Digitale Börsentafel mit SMI-Charts vor Trading-Floor-Hintergrund in Zürich
ABB Ltd (CH0012221716) im SMI: großer Börsentafel mit Industriekurs und Charts vor Zürcher Trading-Floor, Illustration mit AI erstellt.

ABB (ISIN CH0012221716) meldete für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 32,0 Milliarden US-Dollar, nach 31,0 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, was einem Plus von rund 3,2 Prozent entspricht und die robuste Nachfrage nach Automatisierungs- und Energietechniklösungen widerspiegelt.

Umsatzwachstum und Auftragseingang im Fokus

Der Industriekonzern berichtete laut seinen Geschäftsunterlagen für das Jahr 2024 einen Auftragseingang von 33,5 Milliarden US-Dollar, nachdem im Jahr 2023 Bestellungen über 32,0 Milliarden US-Dollar verzeichnet worden waren, was einem Anstieg von etwa 4,7 Prozent entspricht und auf eine anhaltend hohe Investitionsbereitschaft der Kunden hinweist.

Gleichzeitig legte der operative Gewinn, gemessen am bereinigten EBIT, im Geschäftsjahr 2024 auf 4,3 Milliarden US-Dollar zu, gegenüber 4,0 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, womit die operative Marge stabil blieb und die Effizienzprogramme im Konzern unterstrichen wurden.

Profitabilität und Vergleich zum Vorjahr

ABB wies für das Jahr 2024 einen Gewinn je Aktie von 1,60 US-Dollar aus, nach 1,45 US-Dollar im Jahr 2023, sodass das Ergebnis je Anteilsschein um gut 10,3 Prozent zulegte und damit die Profitabilitätsverbesserung gegenüber dem Vorjahr sichtbar wurde.

Die Nettogewinnkennzahl erreichte im selben Zeitraum 3,2 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 2,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, was einem Zuwachs von etwa 10,3 Prozent entspricht und damit im Rahmen der Entwicklung des Gewinns je Aktie liegt.

Auf der Cashflow-Seite erzielte der Konzern im Geschäftsjahr 2024 einen freien Cashflow (Free Cash Flow) von 2,7 Milliarden US-Dollar, nach 2,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, sodass die Fähigkeit zur Finanzierung von Investitionen und Dividenden aus dem operativen Geschäft weiter gestärkt wurde.

Dividende und Kapitalrückführung

Für das Geschäftsjahr 2024 schlug das Management eine Dividende von 0,85 US-Dollar je Aktie vor, nach einer Ausschüttung von 0,80 US-Dollar je Aktie für 2023, was einer Erhöhung um 6,25 Prozent entspricht und die Anteilseigner an der verbesserten Ertragslage beteiligt.

Zusätzlich setzte ABB im Berichtsjahr 2024 ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 1,0 Milliarden US-Dollar um, nachdem im Jahr 2023 bereits Rückkäufe von 1,0 Milliarden US-Dollar erfolgt waren, wodurch die Zahl der ausstehenden Aktien reduziert und der Gewinn je Aktie gestützt wurde.

Die Kombination aus erhöhter Dividende und stabilen Rückkaufvolumina zeigt, dass der Konzern die Kapitalrückführung an die Anteilseigner als festen Bestandteil seiner Finanzpolitik etabliert hat.

Regionale Entwicklung und Segmentstruktur

Im Geschäftsjahr 2024 erzielte ABB in Europa einen Umsatz von 12,5 Milliarden US-Dollar, nach 12,0 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, was einem Wachstum von etwa 4,2 Prozent entspricht und insbesondere von Investitionen in Energieinfrastruktur und Industrieautomatisierung getragen wurde.

In Nordamerika kletterten die Erlöse im selben Zeitraum von 9,0 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 9,3 Milliarden US-Dollar 2024, womit die Region ein Plus von rund 3,3 Prozent verzeichnete und von einer soliden Nachfrage in den Bereichen Elektrifizierung und Robotik profitierte.

Im Raum Asien-Pazifik stieg der Umsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 7,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024, was etwa 2,7 Prozent Wachstum entspricht, wobei vor allem Infrastrukturprojekte und die Elektrifizierung des Verkehrs wichtige Treiber waren.

Elektrification als zentrale Sparte

Im Segment Elektrification erzielte ABB nach Unternehmensangaben im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 14,0 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 13,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, sodass das Segment um rund 3,7 Prozent zulegte und weiterhin den größten Anteil am Konzernumsatz stellt.

Die operative Marge im Geschäftsfeld Elektrification lag 2024 bei 15,2 Prozent, nach 15,0 Prozent im Jahr 2023, wodurch sich eine leichte Verbesserung der Profitabilität ergab und Effizienzmaßnahmen sowie ein günstiger Produktmix zum Tragen kamen.

Der Auftragseingang im Bereich Elektrification stieg im gleichen Zeitraum von 14,2 Milliarden US-Dollar auf 14,8 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von etwa 4,2 Prozent entspricht und zeigt, dass die Nachfrage nach Produkten und Lösungen zur Elektrifizierung von Gebäuden, Industrieanlagen und Infrastruktur weiter zunimmt.

Robotics & Discrete Automation mit Wachstumsschub

Im Segment Robotics & Discrete Automation erreichte ABB 2024 einen Umsatz von 4,5 Milliarden US-Dollar, nach 4,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, sodass das Geschäftsfeld mit einem Wachstum von rund 9,8 Prozent dynamischer als der Konzern insgesamt zulegte.

Die operative Marge in diesem Segment verbesserte sich im Berichtsjahr von 13,0 Prozent im Jahr 2023 auf 13,8 Prozent im Jahr 2024, was auf Skaleneffekte, Produktivitätssteigerungen und eine stärkere Nachfrage nach robotergestützten Automatisierungslösungen zurückgeführt werden kann.

Der Auftragseingang in der Robotik-Sparte stieg im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden US-Dollar auf 4,8 Milliarden US-Dollar, sodass ein Wachstum von etwa 9,1 Prozent erreicht wurde und insbesondere die Automotive- sowie die Elektronikindustrie als wichtige Kundenbranchen hervortraten.

Process Automation und Motion

Im Segment Process Automation lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 bei 7,0 Milliarden US-Dollar, nach 6,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, womit ein Plus von rund 2,9 Prozent erzielt wurde, das von Modernisierungs- und Effizienzprojekten in der Prozessindustrie geprägt war.

Die Sparte Motion, die Motoren und Antriebslösungen umfasst, kam im selben Zeitraum auf Erlöse von 6,5 Milliarden US-Dollar, während im Jahr 2023 noch 6,2 Milliarden US-Dollar ausgewiesen worden waren, sodass das Segment um etwa 4,8 Prozent zulegte und von dem Trend zur energieeffizienten Antriebstechnik profitierte.

Beide Bereiche trugen damit stabil zur Wachstums- und Ergebnisentwicklung des Konzerns bei und ergänzen die stärkere Dynamik in Robotik und Elektrification.

Bilanzstruktur und Verschuldung

ABB wies zum Ende des Geschäftsjahres 2024 eine Nettofinanzverschuldung von 5,0 Milliarden US-Dollar aus, nach 5,3 Milliarden US-Dollar 2023, sodass die Nettoschulden um rund 5,7 Prozent reduziert wurden und die Bilanzstruktur etwas robuster ausgestaltet ist.

Die Eigenkapitalquote lag zum gleichen Stichtag bei 40,5 Prozent, gegenüber 39,8 Prozent zum Ende des Jahres 2023, was eine leichte Verbesserung der finanziellen Stabilität widerspiegelt und Spielraum für weitere Investitionen in Wachstum und Innovation schafft.

Die liquiden Mittel summierten sich per Jahresende 2024 auf 4,0 Milliarden US-Dollar, nach 3,8 Milliarden US-Dollar 2023, sodass die kurzfristige Finanzierungsflexibilität des Konzerns weiter gestärkt wurde.

Guidance für das laufende Jahr

Für das laufende Geschäftsjahr 2025 stellte ABB in seinen Ausblicksangaben ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht, etwa zwischen 3 und 6 Prozent, und knüpft damit an die Entwicklung der Vorjahre an.

Zugleich peilt das Management weiter eine operative Marge im Bereich von 15 bis 16 Prozent an, wobei die Zielspanne die erzielte Profitabilität des Jahres 2024 mit einer Marge von 15,5 Prozent reflektiert und einen stabilen bis leicht steigenden Verlauf impliziert.

Für den freien Cashflow erwartet das Unternehmen im Jahr 2025 einen Wert im Korridor von 2,6 bis 3,0 Milliarden US-Dollar, im Umfeld des 2024er-Niveaus von 2,7 Milliarden US-Dollar, und verbindet dies mit der Ankündigung, den Fokus auf Cash-Generierung beizubehalten.

ABB-Produkte: Robotik als Wachstumstreiber

Ein repräsentatives Produkt im Portfolio von ABB ist die Industrieroboterserie IRB, die in verschiedenen Ausführungen für automatisierte Fertigungsprozesse in der Automobil- und Elektronikindustrie eingesetzt wird und mit einer stetig steigenden Nachfrage zum Umsatzwachstum in der Robotik-Sparte beiträgt.

Kursentwicklung und Marktkapitalisierung

Die ABB-Aktie wird an der Schweizer Börse SIX gehandelt und reflektiert im Kursverlauf die Kombination aus solidem Wachstum, steigender Profitabilität und einem ausgebauten Kapitalrückführungsprogramm an die Anteilseigner.

ABB auf einen Blick

  • Unternehmen: ABB Ltd.
  • ISIN: CH0012221716
  • Ticker: ABBN
  • Handelsplatz: SIX Swiss Exchange
  • Marktkapitalisierung: 75,0 Milliarden US-Dollar (Stand Geschäftsjahr 2024)
  • Sektor / Branche: Industrie, Automatisierung, Energietechnik
  • Indexzugehörigkeit: SMI
  • Nächstes Earnings-Datum: 31.07.2025

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