Produktion/Absatz, Deutschland

Umsatzminus fĂŒr Autoindustrie im ersten Halbjahr

07.10.2024 - 09:41:57

Die AbsatzschwÀche der deutschen Autobauer hat sich im ersten Halbjahr auf die UmsÀtze der Branche niedergeschlagen.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, gingen die Erlöse des wichtigsten deutschen Industriezweigs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal, also nicht bereinigt um Preiseffekte, um 4,7 Prozent auf 269,5 Milliarden Euro zurĂŒck. Im Vorjahreszeitraum hatten Autohersteller wie BMW DE0005190003, Volkswagen DE0007664039 und Mercedes-Benz DE0007100000 auch wegen gestiegener Preise mit 282,6 Milliarden Euro nominal noch einen Rekordumsatz verbucht.

Mit 25,2 Prozent Anteil am gesamten Industrieumsatz blieb die Automobilbranche im ersten Halbjahr umsatzstĂ€rkste Industriebranche. Die ErlösrĂŒckgĂ€nge trafen alle Bereiche: Bei Karosserien, Aufbauten und AnhĂ€ngern schrumpften die UmsĂ€tze um 11,6 Prozent, bei Teilen und Zubehör fĂŒr Kraftfahrzeuge wie Lichtmaschinen, Getriebe oder Stoßstangen um 5,4 Prozent und in der Herstellung von Kraftwagen und -motoren belief sich das Minus auf 4,3 Prozent.

Das AuslandsgeschĂ€ft machte mit 189 Milliarden Euro oder 70 Prozent einen Großteil der UmsĂ€tze der Branche aus. Im Vorjahreszeitraum fuhren die Hersteller noch 198,1 Milliarden Euro AuslandsumsĂ€tze ein. Rund 1,7 Millionen Neuwagen im Wert von 68,4 Milliarden Euro wurden im ersten Halbjahr 2024 aus Deutschland exportiert, damit ging die Anzahl nur leicht um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 zurĂŒck. Die InlandsumsĂ€tze verringerten sich von 84,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 80,5 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten dieses Jahres.

Zum Ende des ersten Halbjahres waren bei den Autoherstellern ohne Zulieferer rund 773 000 Menschen beschÀftigt und damit 0,8 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Zum Vergleich: Zum Ende des ersten Halbjahres 2019 hatte die Branche noch rund 834 000 BeschÀftigte.

@ dpa.de | DE0005190003 PRODUKTION/ABSATZ