Air Products & Chemicals, US0091581068

Die Air-Products-&-Chemicals-Aktie zeigt stabile Entwicklung nach starken Zahlen

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 19:43 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Air-Products-&-Chemicals-Aktie profitiert von soliden Quartalszahlen und einem robusten Gasgeschäft. Anleger achten jetzt besonders auf Marge, Wachstum und die weitere Umsetzung der Investitionsprojekte.

Architektur-CGI-Render einer modernen Green-Hydrogen-Anlage mit Solar und Wind
Air Products & Chemicals Inc. US0091581068 architectural CGI render green hydrogen plant solar electrolysis, Illustration mit AI erstellt.

Die Air-Products-&-Chemicals-Aktie (ISIN US0091581068) steht im Fokus eines soliden industriellen Gasgeschäfts und spiegelt eine stabile Entwicklung des Unternehmens wider, das seine Rolle als globaler Anbieter von Industriegasen, Wasserstoff und Spezialchemikalien ausbaut. Im jüngsten Geschäftsjahr erzielte Air Products einen Umsatz im zweistelligen Milliardenbereich und unterstrich damit die Bedeutung des Unternehmens als Lieferant für die Chemie-, Stahl-, Energie- und Elektronikindustrie weltweit. Das Unternehmen profitiert von langfristigen Lieferverträgen, einem breiten Kundenstamm und einem globalen Produktions- und Pipeline-Netzwerk, das die Versorgung mit Sauerstoff, Stickstoff, Argon und anderen Gasen sicherstellt.

Air Products & Chemicals ist ein etablierter Player im Markt für Industriegase und Spezialchemikalien und investiert kontinuierlich in neue Anlagen und Projekte, um Wachstum und Effizienz zu steigern. Die strategische Ausrichtung umfasst einen starken Fokus auf Wasserstoff, LNG und andere Energielösungen, die Kunden bei der Dekarbonisierung und Effizienzsteigerung unterstützen. Das Unternehmen betreibt Luftzerlegungsanlagen, Wasserstoffproduktionsanlagen und Verteilnetze in Nordamerika, Europa, Asien und im Nahen Osten, was eine breite regionale Diversifikation und Risikostreuung ermöglicht.

Die Aktie reflektiert die Herausforderungen und Chancen eines zyklischen Industriekonzerns, der von globaler Industrienachfrage, Energiepreisen, Vertragslaufzeiten und Projektinvestitionen beeinflusst wird. Die langfristige Wertschöpfung hängt dabei entscheidend von der Fähigkeit ab, stabile Margen zu sichern, die Kapitalrendite zu steigern und Großprojekte im Zeit- und Budgetrahmen umzusetzen. Für Anleger kann die Kombination aus wiederkehrenden Gaseinnahmen und wachstumsorientierten Energie- und Wasserstoffprojekten ein interessanter Mix sein, der defensive Ertragsbasis mit strukturellem Wachstum verbindet.

Geschäftsmodell und Marktposition

Air Products & Chemicals konzentriert sich auf die Produktion und Lieferung von Industriegasen wie Sauerstoff, Stickstoff, Argon, Wasserstoff und Kohlendioxid, die in zahlreichen Industriezweigen unverzichtbare Einsatzstoffe sind. Das Unternehmen betreibt weltweit große Luftzerlegungsanlagen, Wasserstoffanlagen und Verteilinfrastruktur, die per Pipeline, Tankwagen, Flaschen und On-Site-Anlagen Kunden direkt an deren Standorten versorgt. Die Geschäftsstruktur umfasst klassische Industriegase, On-Site-Verträge mit Großkunden, der Handel mit verflüssigten Gasen sowie Spezialchemikalien und Materialien für Elektronik und andere technische Anwendungen.

Ein wesentlicher Teil des Geschäfts beruht auf langlaufenden Verträgen mit Großkunden, bei denen Air Products Anlagen in der Nähe der Kunden betreibt und die Versorgung über Jahre sicherstellt. Diese On-Site- und Pipeline-Verträge liefern planbare Cashflows und tragen zu einer stabilen Ertragsbasis bei, die weniger von kurzfristigen Schwankungen der Spotmärkte abhängig ist. Gleichzeitig betreibt das Unternehmen einen Handel mit verflüssigten Industriegasen, die in Tanks per Straße, Schiene oder Schiff zu Kunden geliefert werden und eine höhere Flexibilität beim Einsatz ermöglichen.

Im Bereich Spezialgase und -chemikalien bedient Air Products unter anderem die Halbleiterindustrie, die Elektronikfertigung und weitere hochwertige Anwendungen, bei denen hohe Reinheitsanforderungen gelten. Diese Segmente bieten häufig höhere Margen und profitieren von strukturellem Wachstum in der Digitalisierung, Elektromobilität und vernetzten Anwendungen. Das Unternehmen nutzt seine technische Kompetenz, um maßgeschneiderte Gas- und Chemielösungen zu entwickeln, die auf spezifische Prozesse und Anforderungen zugeschnitten sind.

Wachstumstreiber Wasserstoff und Energieprojekte

Ein zentraler Wachstumstreiber für Air Products ist der Ausbau von Wasserstoff- und Energieprojekten, die den Übergang zu einer CO2-ärmeren Wirtschaft unterstützen. Wasserstoff spielt eine wichtige Rolle in der Raffinerieindustrie, der Chemie, der Stahlproduktion und zunehmend im Verkehr, etwa für Schwerlastanwendungen, Züge und Schiffe. Air Products investiert in Produktionskapazitäten, Infrastruktur und Partnerschaften, um die Nachfrage nach Wasserstoff zu bedienen und neue Anwendungen zu erschließen.

Zudem engagiert sich das Unternehmen im Bereich verflüssigter Erdgas- und Energieprojekte, bei denen Gas als Energieträger genutzt wird, um Strom zu erzeugen oder industrielle Prozesse zu unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf Projekten, die langfristige Lieferverträge und stabile Cashflows bieten und häufig mit großen Industrie- oder Energieunternehmen umgesetzt werden. Solche Projekte erfordern hohe Investitionen, bieten aber bei erfolgreicher Implementierung eine nachhaltige Ertragsbasis über viele Jahre bis Jahrzehnte.

Die strategische Orientierung auf Wasserstoff und Energieprojekte ergänzt das klassische Industriegasegeschäft und erweitert die Ertragsquellen des Konzerns. Langfristig dürfte der wachsende Bedarf an Lösungen für Dekarbonisierung, Energieeffizienz und Emissionsreduktion zusätzliche Nachfrage nach Gasen, Technologie und Services von Air Products erzeugen. Damit positioniert sich das Unternehmen als Partner für Industrie, Energieversorger und Infrastrukturbetreiber, die ihre Umweltbilanz verbessern und regulatorische Anforderungen erfüllen wollen.

Operative Effizienz und Margen

Für die Profitabilität von Air Products & Chemicals sind operative Effizienz und Kostenkontrolle entscheidend, da Produktion und Verteilung von Industriegasen energie- und kapitalintensiv sind. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, seine Anlagen zu optimieren, Energieverbrauch zu senken und Logistikprozesse zu verbessern, um die Betriebskosten zu reduzieren und Margen zu stärken. Dies umfasst Maßnahmen wie die Modernisierung von Luftzerlegungsanlagen, effizientere Wasserstoffproduktionstechnologien und intelligente Steuerung von Gaslieferketten.

Ein weiterer Hebel für Margenverbesserung liegt in der Ausgestaltung von Verträgen mit Kunden, in denen Kosten und Risiken oftmals über Preisformeln, Mindestabnahmemengen und Laufzeiten verteilt werden. In Zeiten hoher Energiepreise oder volatiler Nachfrage kann die Ausgestaltung von Preis- und Mengenregelungen dazu beitragen, die Profitabilität zu stabilisieren. Dennoch bleibt das Unternehmen Markt- und Wettbewerbskräften ausgesetzt, da Wettbewerber ebenfalls um Kunden und Projekte kämpfen und Preisdruck entstehen kann.

Langfristig hängt die Ertragskraft von Air Products davon ab, wie gut das Unternehmen seine Kapitalallokation steuert, hohe Investitionen in Großprojekte mit angemessener Rendite verzinst und gleichzeitig die Bilanz solide hält. Die Balance zwischen Wachstum, Dividenden, Schuldenniveau und Investitionsprogramm ist für die Attraktivität der Aktie aus Investorensicht entscheidend. Eine klare Priorisierung von Projekten mit hoher erwarteter Kapitalrendite kann dazu beitragen, dass die Aktie von Anlegern als verlässlicher Industriewert wahrgenommen wird.

Regionale Diversifikation und Kundenstruktur

Air Products & Chemicals operiert in Nordamerika, Europa, Asien und ausgewählten Märkten im Nahen Osten und Lateinamerika. Diese geografische Diversifikation reduziert das Risiko, das aus konjunkturellen Schwankungen in einer einzelnen Region resultiert, und ermöglicht es dem Unternehmen, von Wachstumstrends in verschiedenen Märkten zu profitieren. So können beispielsweise Wachstumsimpulse aus der asiatischen Chemieindustrie Schwächen in anderen Regionen ausgleichen, während Infrastrukturprojekte im Nahen Osten zusätzliche Ertragsquellen eröffnen.

Die Kundenstruktur ist breit gefächert und umfasst Chemieunternehmen, Stahlproduzenten, Energieversorger, Elektronikhersteller, Lebensmittel- und Getränkeunternehmen sowie Gesundheitsdienstleister. Industriegase werden in vielen Branchen benötigt, etwa zur Oxidation in der Chemie, zur Verbrennung in Kraftwerken, zur Kühlung in der Lebensmittelindustrie oder zur Sterilisation im Medizinsektor. Diese breite Nachfragebasis trägt zu einer relativ stabilen Umsatzbasis bei, da Gasbedarf oft mit der laufenden Produktion und weniger mit einmaligen Investitionen verbunden ist.

Gleichzeitig ist Air Products auf ein funktionierendes Zusammenspiel von Produktion, Logistik und Kundenversorgung angewiesen. Störungen in der Lieferkette, technische Probleme oder Energieengpässe können die Versorgung beeinträchtigen und zu zusätzlichen Kosten führen. Das Unternehmen arbeitet daher an robusten Betriebsabläufen, Sicherheitsstandards und Notfallplänen, um Betriebsunterbrechungen zu minimieren und verlässliche Lieferungen zu gewährleisten. Diese Aspekte sind gerade in Branchen wichtig, in denen Prozessgasversorgung direkt mit Produktionsprozessen verknüpft ist und Unterbrechungen hohe Folgekosten verursachen können.

Wettbewerbsumfeld und strategische Herausforderungen

Der Markt für Industriegase ist global wettbewerbsintensiv und wird von mehreren großen Anbietern dominiert, zu denen neben Air Products & Chemicals internationale Konzerne zählen. Der Wettbewerb findet sowohl über Preise als auch über Technologie, Service, Projektkompetenz und geografische Präsenz statt. Unternehmen versuchen, sich durch spezielle Lösungen, effizientere Anlagen, hohe Lieferzuverlässigkeit und differenzierte Dienste vom Wettbewerb abzusetzen.

Ein zentrales strategisches Thema ist der Umgang mit regulatorischen Vorgaben und Nachhaltigkeitsanforderungen, die insbesondere Energieverbrauch, Emissionen und Sicherheitsstandards betreffen. Air Products muss seine Anlagen und Prozesse kontinuierlich anpassen, um Umweltvorschriften zu erfüllen und gleichzeitig wirtschaftlich zu bleiben. Dies kann zusätzlichen Investitionsbedarf und Betriebskosten verursachen, bietet aber auch Chancen, durch innovative Lösungen Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Die zunehmende Fokussierung auf Klimaziele, Dekarbonisierung und Energieeffizienz eröffnet dem Industriegase-Sektor neue Felder, etwa beim Einsatz von Wasserstoff als Energieträger, beim Einsatz von CO2 für Speicher- oder Prozessanwendungen und bei effizienteren Verbrennungsprozessen. Air Products & Chemicals kann von diesen Entwicklungen profitieren, wenn es seine Technologiekompetenz und Projektfähigkeit gezielt einsetzt und Partnerschaften mit Kunden und Regierungen knüpft.

Finanzielle Stabilität und Kapitalstruktur

Die finanzielle Stabilität von Air Products & Chemicals basiert auf einer Kombination aus laufenden Cashflows aus dem Gasgeschäft und einer kapitalintensiven Projektpipeline. Das Unternehmen nutzt in der Regel eine Mischung aus Eigenkapital, Fremdkapital und operativ erwirtschafteten Mitteln, um Investitionen zu finanzieren. Die Kapitalstruktur muss so gestaltet sein, dass Zins- und Tilgungsverpflichtungen langfristig tragbar bleiben, ohne die Fähigkeit zur Projektfinanzierung und Dividendenzahlung zu beeinträchtigen.

Eine konservative Verschuldungspolitik kann dazu beitragen, dass das Unternehmen auch in konjunkturell schwierigen Phasen handlungsfähig bleibt und nicht zu stark von Kreditmärkten abhängig ist. Gleichzeitig ist es angesichts hoher Projektvolumina erforderlich, ausreichend Finanzierungsspielraum zu haben, um strategische Großprojekte im Wasserstoff- und Energiebereich umzusetzen. Anleger achten daher auf Kennzahlen wie Verschuldungsgrad, Zinsdeckung und Free Cashflow, um die finanzielle Flexibilität zu beurteilen.

Dividendenpolitik und Aktienrückkäufe sind weitere Elemente der Kapitalverwendung. Ein verlässliches Dividendenprofil kann die Aktie für langfristig orientierte Investoren attraktiv machen, während Aktienrückkäufe bei ausreichendem Cashflow die Kapitalstruktur optimieren und den Gewinn je Aktie stützen können. Die Entscheidung, in welchem Umfang Mittel in Projekte, Dividenden oder Rückkäufe fließen, spiegelt die strategischen Prioritäten des Managements wider.

Regulatorische und sicherheitsrelevante Aspekte

Als Betreiber von Industrieanlagen, Pipeline-Netzen und Gasverteilstrukturen ist Air Products & Chemicals in hohem Maß an Sicherheits- und Umweltvorschriften gebunden. Die Herstellung und Lagerung von Gasen wie Sauerstoff, Wasserstoff oder verflüssigten Gasen erfordert strenge Sicherheitsstandards, um Risiken für Mitarbeiter, Kunden und Umgebung zu minimieren. Das Unternehmen muss umfassende Sicherheitskonzepte, Notfallpläne und technische Schutzsysteme implementieren, um Unfälle zu vermeiden.

Regulatorische Anforderungen betreffen zudem Emissionen, Energieeffizienz und Genehmigungsverfahren für neue Anlagen. Projekte zur Errichtung von Wasserstoff-, Luftzerlegungs- oder LNG-Anlagen durchlaufen umfangreiche Prüf- und Genehmigungsprozesse, bei denen Umweltverträglichkeitsprüfungen, technische Risikoanalysen und öffentliche Beteiligung eine Rolle spielen können. Diese Verfahren können die Projektlaufzeiten verlängern, bieten aber zugleich einen Rahmen, um nachhaltige und sichere Lösungen zu entwickeln.

Die regulatorische Landschaft entwickelt sich dynamisch weiter, insbesondere im Bereich Klimapolitik und Energiegesetzgebung. Air Products & Chemicals muss seine strategischen Pläne, Technologieentscheidungen und Projektprioritäten an diese Entwicklungen anpassen, um Risiken zu begrenzen und Chancen zu nutzen. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Behörden, Branchenverbänden und Kunden, um Anforderungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen umzusetzen.

Technologische Entwicklung und Innovation

Technologische Innovation ist für Air Products & Chemicals ein wichtiger Faktor, um Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz zu sichern. Im Bereich Luftzerlegung, Wasserstoffproduktion und verflüssigter Gase arbeiten Ingenieure und Forscher des Unternehmens an Verfahren, die Energieverbrauch senken, Anlagenkapazität erhöhen und Betriebssicherheit verbessern. Fortschritte in der Kompressor-, Turbinen- und Trenntechnologie können dazu beitragen, Produktionskosten zu reduzieren und die Umweltbilanz zu verbessern.

Im Wasserstoffbereich sind Technologien zur Dampfreformierung, Elektrolyse und Speicherung zentrale Themen. Air Products & Chemicals kann von Entwicklungen profitieren, die die Herstellung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien wirtschaftlicher machen und damit neue Märkte für grünen Wasserstoff eröffnen. Zugleich spielen Technologien zur Transport- und Verteilung von Wasserstoff eine Rolle, etwa in Form von Pipelines, verflüssigtem Wasserstoff oder Trägerchemikalien.

Im Spezialgase- und Elektronikbereich sind Reinheit, Präzision und Zuverlässigkeit entscheidend. Air Products investiert in Abfüll-, Kontroll- und Analysesysteme, die sicherstellen, dass Kunden Gase und Chemikalien in hoher und konsistenter Qualität erhalten. Solche technologischen Entwicklungen können den Ruf des Unternehmens als zuverlässiger Lieferant stärken und die Basis für langfristige Kundenbeziehungen bilden.

Digitalisierung und Prozessoptimierung

Die Digitalisierung von Produktions- und Logistikprozessen eröffnet Air Products & Chemicals zusätzliche Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung. Durch den Einsatz von Sensorik, Datenanalyse und vernetzten Systemen können Anlagenzustände, Energieverbrauch und Lieferketten in Echtzeit überwacht und optimiert werden. Dies hilft, Wartungsbedarf frühzeitig zu erkennen, Störungen zu vermeiden und den Betrieb von Luftzerlegungs- und Wasserstoffanlagen zu stabilisieren.

In der Logistik erlaubt digitale Routenplanung, Füllstandsüberwachung und Bedarfsprognose eine bessere Auslastung von Tankwagen, Lagertanks und Produktionskapazitäten. Kunden können über digitale Plattformen Bestellungen platzieren, Lieferstatus verfolgen und Verbrauchsdaten analysieren, was die Zusammenarbeit mit Air Products effizienter gestaltet. Das Unternehmen wiederum kann auf Basis dieser Daten Entscheidungen über Produktionssteuerung und Investitionen treffen.

Auch im Bereich der Kundenkommunikation und im Angebotsprozess kann Digitalisierung Prozesse beschleunigen und standardisieren. Angebote für On-Site-Anlagen, langfristige Verträge oder Spezialgaslieferungen können vermehrt digital erstellt und verwaltet werden, was administrative Kosten senkt und Transparenz erhöht. Diese Entwicklungen ergänzen die traditionelle industrielle Kompetenz um moderne IT- und Datenfähigkeiten.

Nachhaltigkeit und Klimastrategie

Nachhaltigkeit spielt für Air Products & Chemicals eine wachsende Rolle, da Kunden, Anleger und Regulatoren zunehmend Wert auf Klimaschutz und Ressourceneffizienz legen. Das Unternehmen arbeitet an Strategien, um die eigenen Emissionen zu reduzieren, Energie effizienter zu nutzen und Projekte mit positivem Klimaeffekt voranzutreiben. Dazu gehört der Ausbau von Wasserstoffprojekten, die die Dekarbonisierung von Industrieprozessen und Verkehrssektoren unterstützen, sowie die Zusammenarbeit mit Kunden zur Senkung von Emissionen in deren Produktionsketten.

Air Products kann mit seinen Produkten und Technologien zur Erreichung von Klimazielen beitragen, etwa durch den Einsatz von Sauerstoff in effizienteren Verbrennungsprozessen, durch die Bereitstellung von Wasserstoff für emissionsarme Mobilität oder durch den Einsatz von CO2 in Nutzungs- und Speicherprojekten. Diese Anwendungen erfordern allerdings eine sorgfältige Betrachtung der Gesamtbilanz und der zugrunde liegenden Energiequellen, um tatsächlich Umweltvorteile zu realisieren.

Das Unternehmen veröffentlicht typischerweise Nachhaltigkeitsberichte, in denen Fortschritte bei Emissionsreduzierung, Energieeffizienz und Arbeitssicherheit dokumentiert werden. Anleger berücksichtigen solche Informationen zunehmend bei Investmententscheidungen und vergleichen Unternehmen hinsichtlich ihrer Klimastrategie und Umsetzungserfolge. Eine klare, nachvollziehbare Klimastrategie kann daher auch zur Bewertung der Attraktivität der Aktie beitragen.

Risiken und Chancen für die Air-Products-&-Chemicals-Aktie

Die Air-Products-&-Chemicals-Aktie ist mit einer Reihe von Chancen und Risiken verbunden, die aus dem Geschäftsmodell, der Projektpipeline und dem Marktumfeld resultieren. Chancen ergeben sich aus dem Ausbau von Wasserstoff- und Energieprojekten, der wachsenden Bedeutung von Industriegasen in neuen Anwendungen sowie der Möglichkeit, durch technologische Innovation und Effizienzsteigerung Margen zu verbessern. Langfristige Verträge mit Industriekunden bieten eine solide Grundlage für planbare Cashflows.

Risiken bestehen unter anderem in der Projektumsetzung, da Verzögerungen, Kostenüberschreitungen oder Genehmigungsprobleme die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigen können. Zudem kann das Unternehmen von konjunkturellen Schwankungen in der Industrie, von Energiepreisentwicklung und von Wechselkursveränderungen betroffen sein. Wettbewerb, Preisdruck und regulatorische Änderungen können zusätzlich Einfluss auf die Profitabilität haben.

Für die Bewertung der Aktie spielen fundamentale Kennzahlen, Projektfortschritt, Kapitalstruktur und Dividendenprofil eine wichtige Rolle. Anleger beobachten, wie das Management Prioritäten setzt, Risiken adressiert und Chancen aus neuen Technologien und Märkten nutzt. Die Entwicklung der Aktie spiegelt dabei sowohl Unternehmensspezifika als auch breitere Markt- und Zinsentwicklungen wider.

Repräsentatives Produkt: Industriegase für Stahl- und Chemieindustrie

Ein repräsentativer Produktbereich von Air Products & Chemicals ist die Versorgung der Stahl- und Chemieindustrie mit Sauerstoff, Stickstoff und anderen Prozessgasen. In der Stahlproduktion wird Sauerstoff beispielsweise zur Verbesserung von Verbrennungsprozessen und zur Steuerung von Reaktionen in Hochöfen und Konvertern eingesetzt. In der Chemie werden Gase für Oxidationsprozesse, Synthesen und Reaktionsführung benötigt, bei denen die Auswahl und Reinheit des Gases entscheidend für Qualität und Ausbeute sind.

Air Products & Chemicals beliefert solche Kunden häufig im Rahmen langfristiger Verträge, bei denen das Unternehmen Anlagen in unmittelbarer Nähe zu Produktionsstandorten errichtet und betreibt. Die Kunden erhalten so eine zuverlässige Gasversorgung, während Air Products Einnahmen über die Vertragslaufzeit erzielt. Die technischen Anforderungen, Sicherheitsstandards und Prozessintegration sind hoch, was die Rolle des Unternehmens als Technologie- und Servicepartner unterstreicht.

Aktien-Schlussabsatz

Die Air-Products-&-Chemicals-Aktie spiegelt die Kombination aus stabilen Industriegaseerlösen und wachstumsorientierten Energie- und Wasserstoffprojekten wider. Für Anleger ist sie damit ein Papier, das defensive Elemente mit strukturellem Wachstum verbindet und dessen Attraktivität maßgeblich von Projektumsetzung, Margenentwicklung und Kapitaldisziplin abhängt.

Fakten zur Air-Products-&-Chemicals-Aktie

Steckbrief Air-Products-&-Chemicals-Aktie

  • Unternehmen: Air Products and Chemicals Inc.
  • ISIN: US0091581068
  • Ticker: APD
  • Handelsplatz: NYSE
  • Sektor / Branche: Industriegase / Chemie
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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