AKTIE IM FOKUS 2: Verve brechen um ein FĂŒnftel ein - Quartalszahlen belasten
18.11.2025 - 11:53:51Eine leichte Erholung, die sich vorbörslich noch abzeichnete, bewahrheitete sich nicht, denn in den Anfangsminuten des Xetra-Handels stĂŒrzten die Papiere um mehr als 21 Prozent in die Tiefe. Sie erreichten mit 1,56 Euro ihren niedrigsten Stand seit Juni 2024. Diesem konnten sie zwar etwas entkommen, der Kursverlust betrug gegen Mittag aber immer noch 12,7 Prozent auf 1,73 Euro.
Das vierte Quartal habe zwar offenbar recht gut angefangen, sagte ein Börsianer. Dies könne allerdings nicht ĂŒber die schwachen Ergebnisse des dritten und den geringen operativen Barmittelzufluss hinwegtĂ€uschen. Der Umsatz sei in den drei Monaten bis Ende September auf vergleichbarer Basis um drei Prozent auf 110 Millionen Euro zurĂŒckgegangen, teilte das seit Juli im SDax DE0009653386 gelistete Unternehmen mit. Verve ist ein in Schweden ansĂ€ssiges digitales Medienunternehmen, das auf Lösungen fĂŒr die Werbebranche spezialisiert ist.
Mit den Resultaten wurde am Dienstag bekannt, dass technische Probleme bei der Umstellung der Plattform dem Unternehmen auch im dritten Quartal Schwierigkeiten bereitet haben. Inklusive einer verÀnderten Umsatzrealisierung nach einer Plattform-Vereinheitlichung kletterte der Umsatz jedoch um ein Viertel.
Eine daraufhin erneuerte Jahresprognose, die auch jĂŒngste ZukĂ€ufe berĂŒcksichtigt, sei mit den alten Prognosen nur schwer vergleichbar, die im August gesenkt worden war. Mitte August hatte dies schon fĂŒr einen Kurssturz gesorgt, dessen Tief nun nochmals unterschritten wurde.
Die Verve-Aktien haben bei Anlegern seit Monaten einen schweren Stand und finden auch bei Analysten wenig Beachtung. Das bisherige Rekordhoch auf Xetra stand mit 4,18 Euro im Mai und damit noch einige Monate vor der Indexaufnahme zu Buche, seitdem zeigt der Trend stark nach unten. Ein AufbÀumen vor der SDax-Aufnahme im Juli war nur von kurzer Dauer, denn damals waren sie an ihrer 200-Tage-Linie bei 3,35 Euro wieder nach unten gedreht. Davon ausgehend haben sie mittlerweile rund die HÀlfte an Wert verloren. Mit einem Jahresminus von 45 Prozent gehören sie zu den drei schlechtesten SDax-Werten.

